26. Juli 2012

Village - Kennerspiel des Jahres 2012


Hallo,
Eine Figur der 4. Generation auf Reisen

nachdem ich vor ein paar Tagen schon das Village geöffnet hatte, möchte ich es nun richtig vorstellen. Wir haben uns auf die Terrasse gesetzt und zu zweit eine Proberunde gespielt. Dabei habe ich ein paar Fotos geschossen, also nicht wundern, dass es nur zwei Spielfarben und eine "Füllfarbe" zu sehen sind.





Village von Inka und Markus Brand wird bei eggertspiele und Pegasus Spiele verlegt. Das Spiel wurde im Juli von der Jury "Spiel des Jahres" als Kennerspiel 2012 gekürt.

Begründung der Jury:
Village bildet auf bislang einmalige Weise in einem Brettspiel das typische Leben in einem Dorf ab. Vor allem die Einbettung des Themas Tod ist so innovativ wie ungewöhnlich: Die Figuren gehören unterschiedlichen Generationen an, werden geboren und sterben. Dank des logischen Zeitmechanismus gehört der natürliche Rhythmus des Lebens wie selbstverständlich zu diesem schlüssig und übersichtlich komponierten Spiel, das zudem einlädt, allerlei Strategien auszuprobieren. 
Diese Kategorie "Kennerspiel" ist für die komplexere Spiele, die sich an erfahrenere Spieler richtet. Und Village ist, im Gegensatz zu Kingdom Builder (Preisträger: Spiel des Jahres 2012), komplexer aber nicht komplizierter.  

Es dauert schon eine gewisse Zeit, bis man alle Stationen und Aktionen auf dem Spielplan erklärt hat. Aber wenn man die Hürde einmal genommen hat, dann läuft das Spiel fast selbsterklärend, vor allem wenn man die gelungene Symbolik verstanden hat. 

Die Spielschachtel von innen. Die Plastikboxen sind nicht im Lieferumfang. 

Das Spielmaterial habe ich in passende Plastikboxen sortiert, damit sich alles an einem festen Platz befindet und sich dadurch der Spielaufbau beschleunigt. Die Boxen haben ca. 2€ je Stück gekostet, aber das ist es mir Wert. Im Lieferumfang liegen einige Plastiktüten bei, wo man auch alles einsortieren kann. 
Das Material ist aus dicker Pappe oder aus Holz und macht einem hervorragenden Eindruck.

Box mit den Einflusssteinen und Figuren
Box mit dem Spielmaterial
  










Spielmaterial aus dicker Pappe

Spielfiguren unterschiedl. Generationen










Bei den Einflusssteinen hätte ich mir lieber eingängigere Formen gewünscht, da sie in dieser Form sehr abstrakt sind, allerdings könnte man sie dann beim Ziehen aus dem Sack unterscheiden und das Spiel beeinflussen. Denn beim Spielaufbau werden verdeckt Steine aus einem Sack gezogen, so dass sich die Formen gleichen müssen. 

Die deutsche Anleitung. Gelungene Gestaltung
Dem Spiel liegen zwei Anleitungen bei. Einmal die deutsche und einmal die englische. Die Anleitung ist sehr schön aufgeteilt und jeder Bereich des Spiels wird ausführlich erklärt und zum leichteren Verständnis mit einfachen Beispielen versehen. 


Unterschiedlicher Spielaufbau abhängig von der Spieleranzahl.
Das Spiel skaliert sehr gut mit verschiedener Spieleranzahl, da für jede Anzahl ein leicht unterschiedlicher Aufbau vorgesehen ist.
  

Der Spielplan nach unserem Spiel
Der Spielplan ist wunderschön gestaltet, aber wirkt im ersten Augeblick etwas unübersichtlich. Aber nachdem man sich etwas ins das Spiel eingearbeitet hat wirkt alles sehr harmonisch und erklärt sich gewissermaßen selbst, da alle Bereich mit einer einfachen Symbolsprache versehen sind. Falls jemand "Race for the Galaxy" (ich denke, dass ich das hier auch noch ausführlich vorstellen werde) kennt, der weiß was ich meine. Aber die Symbolik von Village ist doch noch etwas eingängiger. 

Zwei Spielfiguren in einem Handwerksbetrieb

Der Bereich, wo Spieler auf grosse Reise gehen können.
Die Dorfchronik
Friedhof hinter der Kirche










Der Marktbereich
Das Rathaus

 

  







Der Hofplan
Jeder Spieler erhält einen eigenen Hofplan, wo die Einflußsteine, Figuren der unterschiedlichen Generationen und Getreidesäcke gelagert werden. Zusätzliche zeigt der Hofplan die Zeitleiste an. Immer wenn der Marker die Brücke am oberen Rand passiert, stirbt ein Familienmitglied der ältesten Generation. 

Nach dem ersten Probespiel muss ich sagen, dass das Spiel gelungen ist und einen neuen Mechanismus bietet. Denn ich habe noch kein Spiel erlebt, wo es Figuren verschiedener Generationen gibt, die dann auch nach und nach Sterben. Ich hoffe, dass wir am Wochenende ein Spiel mit mehr als 2 Personen spielen werden, um noch einen besseren Eindruck zu bekommen.  


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