15. November 2012

Kingdom Builder - Spiel des Jahres 2012

Hallo,

in einen meiner ersten Posts hier auf der Seite habe ich angekündigt, dass ich das aktuelle Spiel des Jahres vorstellen werde. Irgendwie hat sich das alles ein wenig anders gestaltet, aber ich werde heute "Kingdom Builder" von Queen Games vorstellen. Das Spiel stammt aus der Feder des Dominion-Autors Donald X. Vaccarino. Durch seinen Gewinn bei der diesjährigen Spiel des Jahres Wahl, ist er einer der wenigen Autoren, die diesen Preis bereits 2mal erhalten haben (2009 & 2012). Die Wahl zum Spiel des Jahres war durchaus umstritten, da es auf den ersten Blick zu wenig Entscheidungsmöglichkeiten gibt. Aber wenn man ein paar Partien gespielt hat, kann man das wahre Potential erkennen. Leider scheiden sich in diesem Jahr etwas die Geister, ob das Spiel den Preis auch tatsächlich verdient hat.

Kingdom Builder ist ein Strategiespiel für 2-4 Personen und ist mit einer Spieldauer von 30-45 Minuten ein eher kurzes, aber sehr intensives Spiel. In dem Spiel geht es durch den geschickten Bau von Siedlungen sein eigenes Königreich zu errichten, um dafür am Ende das meiste Gold zu bekommen. Dabei ist jedes Spiel anders, denn die  drei (von zehn unterschiedlichen) Kingdom-Builder Karten zeigen die Bedingungen, für die es in der Schlusswertung das begehrte Gold gibt. Dadurch entwickeln sich jedesmal neue Spielverläufe und man muss jedesmal seine Strategie anpassen. Zusätzlich bietet der modulare Spielaufbau ein immer neues Spielbrett. Keine Partie gleicht der anderen.
Ich kann für meinen Teil sagen, dass mir das Spiel sehr gut gefällt und mit jeder Partie taktischer und immer mehr in die Tiefe geht. Ich finde auch, dass das Spiel ein würdiger Vertreter für den Titel "Spiel des Jahres" ist, denn es ist exterem schnell erklärt und ist absolut familientauglich. Kritiker, denen das Spiel zu simpel ist, kann ich einfach Village ("Kennerspiel des Jahres" - Gewinner) an Herz legen, das hat viel mehr Regeln und viel mehr Entscheidungsmöglichkeiten. Aber als "Spiel des Jahres" ist Kingdom Builder sehr gelungen.

Die Spielschachtel

Das Spielmaterial umfasst: 
  • 8 verschiedene Landschaftsquadranten, die Rückseite dient als Zählleiste für die Schlusswertung
  • 4 Punktemarker, 1 je Spielerfarbe
  • 1 Startspielerplättchen
  • 25 Geländekarten
    • 5x Gras, 5x Blumen, 5x Wald, 5x Canyon, 5x Wüste
  • 10 verschieden Kingdom-Builder Karten
  • 28 Ortsplättchen
    • 2x Orakel, 4x Farm, 4x Taverne, 4x Turm, 2x Hafen, 4x Koppel, 4x Scheune, 4x Oase
  • 160 Siedlungen
    • 40 je Spielerfarbe
  • 8 Übersichten für die Ortsplättchen
  • 1 Spielanleitung
Die Anleitung
Der Inhalt

 








Der Inhalt befindet sich lose in der Spielschachtel. Ich habe mir mit ein paar Tüten beholfen, so dass nicht alles humherfliegt. Die Spielanleitung ist sehr kurz gehalten und extrem übersichtlich gestaffelt. Bei Regelfragen ist alles schnell gefunden und zusätzlich noch durch viele Bildbeispiele dargestellt. 

Die acht verschiedenen Spielpläne









Rückseite eines Spielplans
Das Herzstück des Spiels sind die acht unterschiedlichen Spielpläne. Von diesen Plänen werden vier (zufällig oder gewählt) ausgesucht und zu einer großen Fläche zusammengesetzt. Dadurch ergibt sich für jedes Spiel ein neues Spielbrett. Die Pläne zeigen unterschiedliche Landschaftstypen (Grasland, Canyon, Wüste, Blumen und Wald). Auf diese Landschaftstypen werden dann nach und nach die Siedlungen gebaut. Zusätzlich gibt es noch verschiedene Orts- und Burgfelder, die einmalig verschiedene Bauboni gewähren.
Praktisch: Auf der Rückseite jedes Spielplans befindet sich eine Wertungsleiste für die Schlußwertung. 

Grasland
Canyon


Wüste
Wald
Blumenwiese












Dieses sind die Geländekarten. Am Anfang zieht der Spiel eine Karte und dadurch wird der Bauplatz der Siedlung bestimmt. Zuerst klingt das relativ banal, es wird aber später kniffeliger, denn die Regel besagt, dass man immer angrenzend bauen muss, sofern es möglich ist. Und da kommt der Kniff ins Spiel, denn man muss so planen, dass man sich passend ausbreitet und man nicht zu bestimmten Zügen "gezwungen" wird. Zusätzlich muss man die, für dieses Spiel gültigen, Siegbedingungen im Auge behalten.
Von den Geländekarte hätte ich mir mehr gewünscht, denn die Menge ist doch recht knapp bemessen und bei einem Spiel muss diese mindestens einmal durchmischen, weil der Nachziehstapel aufgebraucht ist.

Die Ortsplättchen
Jeder Spielplan bietet unterschiedliche viele Plätze für Ortsplättchen. Die Ortsplättchen erweitern einmalig die Baumöglichkeiten. Jedes auf eine andere Art und Weise, z.B. man darf einmal 4 Siedlungen einsetzen oder einmal auf ein Wasserfeld bauen usw.
Praktisch: Auf der Rückseite befindet sich ein kleines Piktogramm, damit man sich den Baubonus besser merken kann. 

Übersichten der Ortsplättchen
Dies sind die Übersicht der Ortsplättchen, man kann sie zusammen mit dem Spielplan aufbauen, aber nach einigen Spielen hat man deren Bedeutung verinnerlicht und kann die Übersichten auch weglassen. 

Die Siedlungen
Am Anfang bekommt jeder Spieler 40 Siedlungen und einen Punktemarker. Ich finde es schön, dass die Siedlungen aus Holz sind, denn irgendwie mag ich abstraktes Holz lieber, als toll ausgearbeitete Plastikteile. Ja ich schaue auf dich, Siedler von Catan. 
Ein Spielzug sieht so aus: Karte ziehen und dann drei seiner Siedlungen auf die passende Geländeart einsetzen.

Die Kingdom-Builder Karten
Diese Karten geben die Punktebedingungen vor. Es werden pro Spiel, aber nur drei benötigt. Also ergeben sich auch hier jedesmal neue Kombinationen. Es gibt ganz verschiedene Spielbedingungen, z.B.: Baue eine große, zusammenhängende Siedlung oder verbinde Orts- und Burgfelder. 

Übersicht über ein Spiel mit drei Spielern

Heiss umkämpfte Gebiete
Am Ende füllt sich das Brett, wie Ihr hier bei unserem 3-Spieler-Spiel sehen könnte. Wenn noch ein vierter Spieler hinzukommt wird es sehr eng und der Interaktionsfaktor steigt. Bei einem Zweierspiel spielt man doch sehr nebeneinander her, es gibt allerdings die Möglichkeit das Spielfeld auf zwei Quadranten zu begrenzen, damit man wieder zur stärkeren Interaktion gewungen wird.

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