6. Dezember 2012

Die Paläste von Carrara - Weiße Überraschung

Hallo,

nachdem ich im letzten Post von "Die Legenden von Andor" davon gesprochen habe, dass mich die Qualität des Spiels sehr überrascht hat. Konnte ich noch nicht ahnen, was mich mit den "Palästen von Carrara" erwartet. Dieses Spiel hat mich und meine Spielegruppe echt umgehauen. Dabei haben wir uns erst mit der Basisversion beschäftigt, aber dazu komme ich später. Ich will erstmal ganz normal vorne beginnen. 
"Die Paläste von Carrara" ist im Herbst 2012 bei "Hans im Glück" erschienen und das spielt stammt von dem Erfolgsduo Wolfgang Kramer und Michael Kiesling. Das Spiel ist für 2-4 Spieler und dauert ca. 60 Minuten. Die Altersempfehlung liegt bei ca. 10 Jahren.
Aber worum geht es in "Carrara"? Ich würde sagen, dass das Spiel ein klassischer Vertreter der sogenannten "Euro-Games" ist. Man baut langsam vor sich hin und es gibt nur wenig direkte Konflikte. Im Florenz des 15. Jahrhundert gab es einen Wettstreit der Baumeister, wer die schönsten Bauten aus dem wertvollen toskanischen Marmor errichten könnte. Aber Marmor aus Carrara garantiert zwar immer Qualität am Bau, aber nicht alles, was schneeweiß strahlt, hat echte Premiumgüte. Der Preis für den Baustoff schwankt stark. Wann steigt man ein, wann kauft der Konkurrent, wann teile ich meinen Auftraggebern mit, dass ich fertig bin? Dies alles will beachtet werden.
"Die Paläste von Carrara" ist ein Strategiespiel, dass sich einem langsam eröffnet. Anfangs ist man noch mit den unterschiedlichen Mechaniken beschäftigt und versucht zu verstehen, wie alles zusammenhängt. Aber dem Basisspiel liegt noch eine Erweiterung bei, die man allerdings erst nach ein paar Partien öffnen sollte. Wir haben es noch nicht gemacht. Daher kann ich dazu nichts sagen, aber wenn ich genaueres weiß wird es noch ein Update dazu geben.
Wie ich oben schon geschrieben habe, hat mich das Spiel echt überrascht. Ich hatte es gar nicht auf meinen Zettel, aber die schöne Aufmachung hat mich sofort angesprochen.  Es ist ein wundervoll illustriertes Spiel (Franz Vohwinkel hatte seine Finger da im Spiel) mit schnell erklärten Regeln. Ich denke sogar, dass es ein Kandidat für höhere Ehren sein könnte.

Ich danke "Hans im Glück" für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Die Spielschachtel in schönem Marmorweiß
Das Spielmaterial

Das Spielmaterial umfasst:
  • 1 Spielplan 
  • 1 Anleitung in deutscher Sprache
  • 1 Kartenleiste
  • 4 Spielertableaus 
  • 4 Sichtschirme
  • 1 Drehscheibe
  • 4 Siegpunktechips (4 x 50/100)
  •  28 Wertungssteine
    • je 7 pro Spieler in Rot, Blau, Gelb, Grün
  • 36 Objekte
    • Tor, Kelch, Fahne, Krone, Buch, Wappen
  • 30 Gebäude
    • davon 20 Stadtgebäude (orangener Hintergrund), 10 Land Gebäude (grüner Hintergrund)
  • 42 Bausteine
    • 7 von jeder der 6 Farben
  • 40 Münzen
    • 20 x 1er, 10 x 5er, 10 x 10er
Die Anleitung
Spielfiguren
Sammelobjekte




Geld und Siegpunktmarker
Baumaterialien


Gebäude
Sichtschirme
Spielplan
Platz für die Gebäude
 Der Spielplan gliedert sich in verschiedene Bereiche. Die Städte, der Platz für die Sammelobjekte, der Platz für die zur Verfügung stehenden Gebäude und das Drehrad. Das Drehrad ist eines der zentralen Elemente des Spiels, denn es bestimmt die Menge und Preise der Marmorsteine. 
Drehrad


Die Marmorblöcke haben unterschiedliche Preise. Je heller die Steine sind, desto wertvoller sind sie und desto mehr Geld und Punkte kann man mit ihnen erzielen. Mit den Marmorblöcken kann man Gebäude errichten und die Farbe bestimmt, in welchen Städten die Gebäude errichtet werden können.
Auf dem ersten Segment kosten alle Steine eine bestimmte Menge Geld. Je länger die Steine auf dem Rad liegen, desto günstiger oder sogar kostenlos werden die Baustoffe. Sogar die weißen und die gelben Steine werden immer erschwinglicher. Wann schlägt man also zu und das Rad dreht sich bei jedem Einkauf ein Segment weiter, aber man darf nur in einem Segment einkaufen. Und bei jedem Einkauf wird im ersten Segment wieder auf insgesamt 11 Steine aufgefüllt. Ein einfacher, aber gut durchdachter Mechanismus.

Jeder Spieler erhält einen eigenen Spieplan
Spielplan in einer Spielsituation
Auf diesen Spielplänen bauen die Spieler ihre Gebäude in den Städten. Je heller die Stadt, desto mehr Punkte oder Geld gibt es in einer Wertungsrunde. In Livorno dürfen zum Beispiel nur Gebäude mit Hilfe von weißen Steinen errichtet werden. Andere Farben sind nicht erlaubt. In Viareggio hingegen sind die Farben Weiß, Gelb, Rot oder Blau erlaubt.  Auch bringen einem die Städte unterschiedliche Vorteile, Geld oder Siegpunkte bei einer Wertung. In dem Beispiel oben hat der Spieler die Gebäude Porto und Villa gewertet und kann diese nicht nochmal werten.
Gewertete Städte
Jede Stadt kann pro Spiel nur EINMAL gewertet werden. Bei den Städten muss man also immer abwägen, was die Gegner machen. Hier hat Rot Pisa gewertet, Grün Lucca und Gelb hat für die Stadt Viareggio gewertet. Es ist also immer ein kleiner Wettlauf.
Kartenleiste
Die Kartenleiste bestimmt die Siegbedingungen. Im Basisspiel endet ein Spiel, wenn ein Spieler alle der drei Bedingungen erfüllt hat. Im Basisspiel muss man 4 x gewertet haben, eine bestimmte Anzahl an Objekten angesammelt haben und eine bestimmte Menge am Marmorblöcken verbaut haben. 
Geheimnisvoller Umschlag


Aber dem Spiel liegt noch ein geheimnisvoller Umschlag bei. Was er genau enthält kann ich nicht sagen, da ich ihn noch nicht geöffnet habe. Aber ich denke mal, dass es neue Siegbedingungen sein werden, aber hier spekuliere ich nur. Sobald ich den Umschlag geöffnet habe, werde ich den Beitrag ergänzen.

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Kommentare:

  1. Lustig, da haben wir zwei uns scheinbar grade mit dem selben Spiel befasst :)

    Schöner Artikel und die Bilder sind dir auch sehr gut gelungen!

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  2. Super Spiel wird bestimmt Spiel des Jahres

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  3. kommt hin und wieder auf den Tisch, gutes soliedes Spiel!

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