2. Februar 2013

Bora Bora - Strategie in der Südsee

Hallo, 
nachdem der Hype um die neuen Stefan Feld Spiele in ungeahnte Höhen zu steigen scheint, will ich Euch hier (nach dem "Ausgepackt"-Post) ein wenig mit Infos über eines der neuesten Feld-Spiele geben. 
"Bora Bora" ist bei Ravensburger unter dem "alea" - Namen erschienen und es handelt sich um ein echt tiefgehendes Strategiespiel mit vielen, vielen verzahnten Mechanismen. Das Spiel ist für 2 - 4 (Viel-)Spieler und ist in ca. 60 - 120 Minuten gespielt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mit 2 Personen in 60 Minuten spielbar ist und mit voller Besetzung dann auch gerne mal über 2 Stunden dauern kann.

Hier ein kurzes Video als Überblick. Enjoy!

Aber worum geht es? 

Ihr versucht die, wunderschön illustrierte, Südsee von Bora Bora mit Hilfe von Männern und Frauen zu besiedeln.
Darüber hinaus sollten auch stets die Götter zufrieden gestellt werden, indem ihr Priester in den Tempel schickt oder euren Zeremonieplatz verbessert. Das bringt Euch Opfergaben, die zur Beeinflussung der Götter genutzt werden können. 
Die alles geschieht mit Hilfe von Würfeln, die Ihr auf die passenden Aktionskarten setzen könnt. Und dabei kommt der Kniff ins Spiel, denn die Würfelzahl bestimmt, wo gesetzt werden darf. Der Kniff dabei ist, dass die Würzelzahl die Stärke der jeweiligen Aktion bestimmt. Klingt etwas kompliziert, ist es aber gar nicht, aber dennoch ist es ganz schön kniffelig immer die richtige Entscheidung zu treffen. Das Spiel endet nach sechs Durchgängen und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Für mich spielt das Spiel in der gleichen Liga wie "Puerto Rico" oder auch "Agricola". Es sind immer viele Entscheidungen zu treffen, da man viel machen will, aber nicht genug Arbeiter besitzt, um alles durchzusetzen. Das Spielejahr hat gut begonnen und es geht grandios weiter.  Wer Strategiespiele mag, der wird an "Bora Bora" nicht vorbeikommen.

Ich danke "Ravensburger / alea" für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Hier die klassischen Bilder! 

Die Spielschachtel

Das Spielmaterial. Alles schön eingetütet.

Das Spielmaterial umfasst:
  • 1 Spielplan
  • 60 Götterkarten
    • je 12 pro Farbe
  • 30 Baustoffe
    • je 10x "Sand", "Stein" und "Holz"
  • pro Spielerfarbe (rot, blau, grün, schwarz)
    • 12 Hütten
    • 4 Priester
    • 2 Anzeigesteine
    • 3 Würfel
    • 1 Tableau
  • 18 Opfergaben
  • 36 Muscheln
  • 12 Fischplättchen
  • je 36 Plättchen "Männer" & "Frauen"
  • 60 Aufgabenplättchen
  • 24 Schmuckplättchen
  • 7 Aktionskarten
  • 10 Hauptgottplättchen
  • 24 Bauplättchen
  • 4 Plättchen für die Zugreihenfolge

Die Anleitungen (deutsch, englisch, französisch)
Das eigentliche Spiel ist sprachunabhänging und wird mit Anleitungen in drei verschiedenen Sprachen geliefert. Die Anleitung ist sehr gut geschrieben, allerdings hätte ich mir das ein oder andere Bildbeispiel gewünscht. 

Die Götterkarten und die Hauptgottplättchen

"Männer" & "Frauen"

Detailaufnahme "Männer" & "Frauen"
Die "Männer" & "Frauen" Plättchen sind eines der zentralen Elemente, denn durch diese Plättchen erhaltet Ihr in der Phase "B" mehr Aktionsmöglichkeiten und sie versorgen Euch einmalig auch mit Muscheln oder Tätowierungen. Die Tätowierungen helfen Euch bei der Zugreihenfolge für die nächste Runde und darüberhinaus kann man damit Siegpunkte generieren. Die Muscheln benötigt man zum Kauf von Schmuckstücken.


Zugreihenfolgeanzeiger, Spielwürfel & Fischplättchen
Wer (Las) Vegas kennt, dem werden die Würfel ziemlich bekannt vorkommen. Denn es sind die gleichen Würfel mit der gleich guten Qualität.

Die Schmuckplättchen
Die Bauplättchen





















Baustoffe, Opfergaben & Muscheln


Die Aufgabenplättchen
Die Aufgaben leiten Euch ein wenig durch das Spiel, denn Ihr habt immer drei von diesen auf Eurem Tableau und bei Erfüllung einer Aufgabe winken Extra-Siegpunkte. Anfangs erhält man zwei Standardaufgaben (dunkelgrün) und eine "Start"-Aufgabe (hellgrün), die von der Schwierigkeit etwas einfacher zu erfüllen ist.

Priester, Hütten und Anzeigesteine (alles aus Holz)
Die sieben Aktionskarten
Auf diese Aktionskarten werden im Spielverlauf die Würfel gelegt. Danach erhält man folgende Möglichkeiten: Ausbreiten per Land oder Wasserweg, "Frauen"- oder "Männer" Plättchen nehmen, Priester im Tempel einsetzen, Zeremonienplatz bebauen oder die Helferaktion. Das Problem beim Einsetzen der Würfel ist, dass der eingesetzte Würfel stets weniger Augen haben muss, wie der niedrigste, auf dem Aktionsplättchen liegende, Würfel. 

Die Aktionskarten im Spiel

Die Rückseite der Spielertableaus

Das Spielertableau
Die Spielertableaus erschlagen einen am Anfang, denn es sind alle wichtigen Spielinformationen hier abgebildet. Ganz grob gliedern sich die Pläne in zwei Bereiche: den linken mit Spielhilfen und dem rechten mit den Plätzen für Hütten, "Männern", "Frauen", Zeremonienplatz und den Aufgabenplättchen. Nach einiger Zeit versteht man dann auch die gesamte Symbolik und die Spielpläne erscheinen total logisch.

Der Informationsbereich
Der rechte Bereich während eines Spiels

Der Spielplan
Der linke Bereich
Der rechte Bereich





















Der Spielplan ist extrem farbenfroh gestaltet, passend zum Thema. Er gliedert sich in einen Siedlungsbereich und einen Bereich, wo Tätowierungen gewertet werden, dem Tempel, dem Schmuckbereich, dem Aufgabenbereich in dem Bereich für die "Männer"- und "Frauen"-Plättchen. Auch hier wird man erstmal von den gesamten Infos erschlagen, aber nach einer Zeit erschließt sich einem alles. Die Symbolik ist logisch und schnell ersichtlich.

Der Rundenablauf
Auf dem Plan findet sich auch eine Übersicht über den einer Runde. In der Phase "A" werden die Würfel auf die Aktionsplättchen gesetzt und sofort die Aktion ausgeführt. In der Phase "B" werden ein "Mann" und/oder eine "Frau" eingesetzt. Und die Phase "C" besteht aus dem Ausführen der Ziffern 1,2,3,4 auf dem rechten Bereich des Spielplans.

Abschließen möchte ich noch mit einigen Spielimpressionen aus einem 4-Spieler-Spiel in der 4. (von 6.) Spielrunden.

Die Besiedlung...
... des Inselbereiches



Der "Tätowier"-Bereich und der Tempel

Priester im Tempel

Der Schmuckbereich und Aufgabenbereich
Der "Männer"- und "Frauen" - Bereich

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P.S.: Diesen Beitrag habe ich mit einer neuen Kamera gemacht und ich hatte ein paar Probleme mit den Einstellungen. Aber ich hoffe, dass die Qualität der Bilder dennoch ausreichend ist.

Kommentare:

  1. Lieber Arne,
    ich bin sehr gespannt und voller Vorfreude auf Bora Bora. Deine kurze Vorstellung und die tollen Bilder verstärken das noch; viel Dank dafür.
    Gruß
    Maeddes

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  2. Sieht super aus das Spiel, macht Lust zum Ausprobieren! Kannst du es denn auch zu 2 empfehlen, oder geht da der Spielreiz etwas verloren?
    Gruß
    Kathi

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  3. Hallo Kathi,

    also ich meine, dass das Spiel in voller Besetzung am meisten Spaß macht. 2 Spieler-Spiel ist zwar auch ok, aber da würde ich dann zu anderen Spiele greifen. Aber zu viert einfach genial.

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  4. Das Paket ist ja der Hammer! Ich bin gespannt, ob bei den vielen Einzelteilen ein einfaches Lernen und Spielen möglich ist... Oftmals ist es doch die Unkompliziert, die den Spielespaß am Ende ausmacht!

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  5. Also ich habe jetzt schon 2mal für das Spiel den "Erklärbär" gemacht und spassig ist was anderes. Ich finde es ist extrem schwer das Spiel jemanden beizubringen. Aber nach 2 Runden habe es dann die meisten auch verstanden.
    Bei meinem erklären versuche ich die Spieler immer darauf zu erziehen, dass alles auf dem Spielbrett und den Spielertrableaus erklärt ist.
    Es steht wirklich alles drauf!

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  6. Die Qualität der Bilder ist mehr als ausreichend. Bora Bora hat wirklich eine tolle Optik. Bin auch schon sehr gespannt.

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  7. Naja ausreichende Bilder war mir nicht gut genug, daher habe ich mich doch eine bessere Kamera zugelegt. Lumix TZ25. Der erste Beitrag damit ist "Keyflower" und ich bin mit den Qualität der Bilder sehr zufrieden.

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  8. Sehr gutes Spiel aus meiner Sicht!!! Ich frage mich nur schon länger ob die Priester im Tempel nach einer Runde abgeräumt werden oder über das ganze Spiel stehen bleiben...

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  9. Die Priester bleiben die ganze Zeit im Tempel. Es sei denn, sie "fallen" hinten wieder raus.

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  10. hab meines wieder verkauft, hat mich nicht begeistert, gibt besseres!

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