4. März 2013

Gauner - Smooth Criminal


Hallo, 

heute begeben wir uns auf kriminelle Pfade und versuchen zwielichtige Typen zu rekrutieren, ins Gefängnis zu schicken und später wieder aufzunehmen, wenn diese wieder ausbrechen. "Gauner" ist ein kleines Kartenspiel des Nürnberger-Spielkarten-Verlags. Es wurde entwickelt von Florian Racky und ist für 2-4 Personen. Die Spielzeit beträgt ca. 30 Minuten.
Während des Spiels landen immer mehr Gauner im Gefängnis. Gleichzeitig versammeln die Spieler ihre Helfer und bereiten den Ausbruch vor. Bei einem Ausbruch aus dem Gefängnis bekommen man für jeden übergelaufenen Gangster Punkte.

Hier ein kleiner Überblick in Videoform:




Für mich ist "Gauner" ein kleines, gelungenes Kartenspiel mit einfachen Regeln, aber strategischen Anspruch. Stets muss man entscheiden, wen man rekrutiert und wen man ins Gefängnis schickt.
Klingt alles erstmal ganz einfach, aber nach einer Zeit versucht man Strategien zu entwickeln, die das Vorgehen über mehrere Runden bestimmen soll. Aber es kann auch immer vorkommen, dass die Mitspieler einem dazwischen kommen, indem diese bestimmte Karten aufnehmen.
Ich habe es bis jetzt leider nur zu zweit spielen können, da macht es schon richtig Spaß. Aber ich denke, dass es mit mehr Mitspielern zu stärkeren Konflikten beim Ausspielen der Karten kommen kann.

Vielen Dank an den Nürnberger-Spielkarten-Verlag für die Übersendung eines Rezensionsexemplars. 
Die Spielschachtel und der Inhalt
 Das Spielmaterial umfasst:
  • 105 Karten mit je 7 verschiedenen Gaunertypen (grau, grün, blau, orange, rot, gelb)
  • 1 Anleitung
kurze, knappe Anleitung
 
Die Spielkarten


Die sortierten Spielkarten

Die verschiedenen Kartentypen
 













Das Karten, mit einer hervorragenden Materialqualität, sind in sieben verschiedene Gaunerarten unterteilt. Die Zahl auf den Karten gibt an, wie oft sich diese Art im Spiel befindet. Dieser Mechanismus erinnert mich etwas an das Spiel "Bohnanza", da so immer ungefähr abgeschätzt werden muss, wie oft sich die restliche Kartenart noch im Spiel befinden könnte. 

Der Spielaufbau
Für das Spiel werden drei Reihen mit jeweils zehn Karten ausgelegt.
Ein Spielzug besteht aus drei Phasen. Zuerst  beginnen die Spieler Kartengruppen von rechts oder links außen zu nehmen. Der Spieler entscheidet sich für eine Reihe seiner Wahl und nimmt aus dieser Reihe die komplette Gruppe auf die Hand, die sich außen befindet. Eine Gruppe kann aus einer Karte oder mehreren Karten der gleichen Farbe bestehen.
Danach muss er diejenige Gruppe ins Gefängnis schicken, die sich in derselben Reihe unmittelbar neben der gerade auf die Hand genommene Gruppe befindet.

Die reduzierte Auslage und ausgespielte Karten
Die nächste Phase besteht daraus, dass ein Spieler eine Gruppe aus seiner Hand vor sich ablegen kann. Wichtig ist, dass erkennbar ist wieviele Karten er ablegt. Allerdings darf man eine Kartengruppe nicht weiter aufstocken. Und will man Karten auslegen, die ein anderer Spieler bereits vor sich ausliegen hat, dann muss man diese Kartenanzahl um mindestens eine Karte überbieten. Und der Mitspieler muss seine Kartengruppe abwerfen. So kann immer nur maximal eine Kartengruppe ausliegen. Der Mitspieler darf natürlich die Kartengruppe wieder ausspielen, aber er muss die Auslege-Regeln beachten, also die Gruppe um mindestens eine Karte überbieten. 

Als letztes wird die Reihe, aus der die Gruppen entfernt wurden um eine Karte vom Nachziehstapel aufgefüllt. Wenn alle Karten aus der Mitte entfernt wurden, dann wird wieder aufgefüllt. 

Das Gefängnis

Nach und nach füllt sich das Gefängnis. Es kommt zu einem Ausbruch, wenn von zwei Arten mindestens sechs Gauner im Gefängnis sitzen oder wenn von sechs Arten mindestens jeweils zwei Gauner einsitzen.

Die Wertung

Für die Wertung wird geschaut, welche Gauner zu welchem Spieler wandern.
Und dann gibt es Punkte!
Es werden alle gewonnen Karten gezählt und mit der Summe der verschiedenen Kartenarten multipliziert. In diesem Beispiel würde der Spieler 1+2+4 Karten x 3 Arten = 21 Punkte bekommen. Danach werden alle vor sich abgelegten Karten auf den Ablagestapel gelegt und es kann wieder neu gesammelt und ausgelegt werden. Also eigentlich ein ganz einfacher Mechanismus.

Das Spiel endet nach drei Wertungsrunden und wer die meisten Punkte hat ist der Gewinner.


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