20. April 2013

Kniffel - Das Kartenspiel - Ein neuer Klassiker?

Es gibt sicherlich nicht einen Spieler, der das Spiel "Kniffel" noch nie gespielt hat. Aber habt Ihr schon "Kniffel - Das Kartenspiel" von Ted Alspach schon gespielt? Sicherlich noch nicht, aber vielleicht macht Euch dieser Beitrag ja Lust darauf. Das Spiel ist bei Schmidt-Spiele erschienen und es kann mit bis zu 4 Spielern gespielt werden.
Aber bevor Ihr mit dem Spiel startet, solltet Ihr das Würfelspiel und dessen Mechanismen vergessen und möglichst unvoreingenommen an das Kartenspiel herangehen. Denn außer dem Namen haben die beiden Spiele wenig gemeinsam.

Am Ende des Beitrags wird es wieder ein Video geben, welches das Spiel in Aktion zeigt. Viel Spaß damit. 


Worum geht es?

Die Spieler sammeln Karten, um bestimmte Kombinationen auszuspielen. Diese Kombinationen bieten verbesserte Aktionen im weiteren Spielverlauf, z.B. Erhöhung des Handkartenlimits oder mehr Karten vom Nachziehstapel. Ziel des Spiels ist es möglichst schnell alle seine Steine aus dem Spielervorrat auf dem Spieltableau zu platzieren, quasi möglichst viele Kreuze auf seinem Tableau machen, um nochmal den Vergleich zum Würfelspiel zu ziehen.

Unboxing



"Kniffel - Das Kartenspiel" hat bei bloßer Erwähnung schon etwas unglauben erzeugt. Denn Kniffel ist, neben "Mensch Ärgere Dich nicht", DAS klassische Würfelspiel und jeder kennt es und hat es schon gespielt. Und genau das ist für "Kniffel - Das Kartenspiel" das größte Problem. Das Kartenspiel ist sicherlich ein gutes Spiel, aber das Würfelspiel wirft halt einen zu großen Schatten. Ich denke, dass Schmidt hier einfach den berühmten Namen gewählt hat, um etwas Aufmerksamkeit zu erzeugen und eine bestimmte Käuferschicht anzuwerben. Unabhäng davon ist "Kniffel - Das Kartenspiel"ein schnelles Kartenspiel, was durchaus seinen Spaß entwickelt. Anfang spielt es sich etwas zäh, aber mit zunehmenden Spielverlauf werden die Aktionsmöglichkeiten mehr und das Spiel gewinnt am Tempo. Zuerst ist man mit der Verbesserung seiner Aktionen beschäftigt. Welche Strategie man verfolgt ist abhängig von den Vorlieben des Spielers und den gezogenen Karten. Ich persönlich habe irgendwie immer Probleme Straßen zu bilden, vielleicht fehlt mir auch irgendwie da der Überblick, aber ich konzentriere mich dann einfach auf andere Aspekte, so dass es mir im späteren Spielverlauf einfacher gelingt eine Straße zu bilden. Später im Spiel ist man mehr und mehr damit beschäftigt, möglichst effektiv seine weißen Spielklötzchen auf den Spielplan zu bekommen. Leider wurde hier für ein Kartenspiel ein bekannter Name gewählt, vielleicht ein zu großer Name. Denn der Name "Kniffel" generiert halt sofort Assoziationen. Ich bezweifele, dass das Kartenspiel eine ebenso große Popularität genießen wird, wie das Würfelspiel.

Vielen Dank an Schmidt-Spiele für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Die Spielschachtel
Spielmaterial
  • 65 Karten (in fünf Farben mit den Zahlen 1-13)
  • 4 beidseitig bedruckte Ablagetafeln
  • 72 weiße Spielsteine
  • 1 Anleitung

    Der Inhalt
    Die Spielanleitung
    Die Spielkarten
    Die Spielsteine
      
    Die Ablagetafeln
     
    Vorderseite
    Rückseite
       
    Oberer Teil der Ablagetafel
     
    Unterer Teil der Ablagetafel

    Das Ausspielen der Karten erlaubt den Spielern die Spielsteine auf den Ablagetafeln zu platzieren. Dadurch bekommen die Spieler verbesserte Aktionsmöglichkeiten.
    Beim Ausspielen eines Kartensets muss der Spieler 1-3 Steine in die nächste Stufe der entsprechenden Reihe legen. Diese letzte Stufe bringt dann verschiedene Boni:
    • Full House (5 Karten in beliebiger Farbe, bestehend aus einem Drilling und einem Paar) gibt an, wieviele Karten er vom verdeckten Kartenstapel ziehen darf. 
    •  Farbe (5 beliebige Karten derselben Farbe) gibt an, wieviele Karten er aus der offenen Auslage ziehen darf.
    • Drilling (3 Karten beliebiger Farbe mit demselben Wert) gibt an, wieviele Steine der Spieler aus der persönlichen Reserve in seine aktive Spielzone verschieben darf. 
    • Straße (5 aufeinanderfolgende Karten beliebiger Farbe) gibt an, wieviele Karten der Spieler am Ende seines Zuges maximal auf der Hand halten darf. 
    • 2 Paare bringen keinen Vorteil, allerdings darf der Spieler zwei seiner Steine auf der Ablagetafel platzieren.
    • Vierling (4 Karten beliebiger Farbe mit demselben Wert) genau wie 2 Paare, aber der Spieler darf die Steine aus seiner persönlichen Reserve nehmen.
    • Kniffel (5 Karten beliebiger Farbe mit demselben Wert) erlaubt dem Spieler alle Felder der nächsten Stufe einer beliebigen Reihe aufzufüllen. Hierbei darf er die Steine auch aus der persönlichen Reserve zu nehmen.  

    Die Reihen Full House & Farbe

    Spielablauf

    Jedem Spieler  wird eine Ablagetafel und eine bestimmte Anzahl von Spielsteine gegeben. Von den Steinen darf er nun drei Steine in die aktive Spielzone ziehen. Zusätzlich werden jedem Spieler drei Karten verdeckt ausgeteilt. Vier weitere Karten bilden die offene Auslage. Im Spiel hat man immer drei Möglichkeiten:
    1. Karten ziehen. Die Felder Full House und Farbe bestimmen dabei, wieviele Karten nachgezogen werden dürfen. 
    2. Karten ausspielen und Steine platzieren. 
    3. Karten abwerfen und Steine aus der persönlichen Reserve in die aktive Spielzone holen. 
    Die Spielsteine
    Der Spielaufbau
    Eine Straße wird ausgespielt

    Im obigen Beispiel hat der Spiele eine Straße ausgespielt. Diese erlaubt dem Spieler drei seiner Steine auf die letzte Stufe des Feldes zu legen, welches sein Handkartenlimit dann auf neun Karten erhöht.

    Eine Ablagetafel im Spiel

    InPlay-Video    

     
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    1 Kommentar:

    1. Das klingt sehr interessant. Kniffel in verschiedenen Varianten ist für mich immer eine Entdeckung wert. :)

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