27. April 2013

Sonne und Mond - Märchenhaft Kartenspielen

Manchmal zieht einem das Artwork eines Spiels total in den Bann und man kann es fast schon als ein Gemälde an die Wand hängen. "Sonne und Mond" ist so ein Spiel. Beim Spielen dieses kleinen Kartenspiels entwickelt sich eine ganz eigene Stimmung, denn die Aufgänge von Sonne und Mond verbreiten eine ruhige Stimmung und die wird dem Spiel auch gerecht. Das Spiel stammt aus der Feder von Jaques Zeimet und wird von den "Drei Hasen in der Abendsonne" verlegt.


Worum geht es?

Bei diesem kleinen Kartenspiel lassen die Spieler Sonne und Mond aufgehen. Klingt etwas abstrakt, aber eigentlich werden in diesem Spiel einfach nur Zahlenreihen gebildet, allerdings entstehen dabei schöne Szenarien. Aber es ist nicht nur alles friedlich, denn mit den Finsterniskarten kann man den Gegner ärgern und dessen Strategie sehr durcheinander bringen.

Vielen Dank an die "Drei Hasen in der Abendsonne" für die Zusendung des Rezensionsexemplars. 

Unboxing 

 
Die Spielschachtel
Spielmaterial
  • 68 Spielkarten
    • je 29 Sonnenkarten, 29 Mondkarten, 5 Sonnenfinsternis, 5 Mondfinsternis
  • 1 Spielanleitung in vier Sprachen (deutsch, englisch, französisch, italienisch)
Der Spielinhalt
Die Anleitung
Die Spielkarten
Bei den Spielkarten gibt es verschiedene Typen. Sonnen- und Mondkarten zeigen jeweils einen kleinen Ausschnitt aus einem Sonnen- oder Mondaufgang. Dieser bildet sich, wenn man die gesamte Reihe von 1 - 29 ausgelegt hat, was aber im Spiel so nicht stattfinden wird. Meist entstehen in den ausgelegten Reihen kleinere Lücken.
Zusätzlich sind auf manchen Karten noch Tiere abgebildet. Spielt ein Spieler eine solche Karte aus, muss er sofort noch eine weitere Karte ausspielen. Als letzten Typ gibt es noch die Finsterniskarten. Diese können einem Spieler helfen oder den Gegner blockieren. Auf den Spielverlauf gehen ich später nochmal ein.

Die Finsterniskarten
Ausschnitt einer Kartenreihe
Auf dem oberen Beispiel habe ich mal einige Karten ausgelegt, damit man erkennen kann, wie sich das Spiel entwickeln könnte. Leider konnte ich nicht die gesamte Reihe auslegen, da ich diese sonst nicht ins Bild bekommen hätte. Aber ich denke, dass das Bild schon einen kleinen Eindruck des Spiels gibt.


Spielverlauf

In dem Spiel geht es hauptsächlich darum Kartenreihen zu bilden und diese dann Punktebringend abzuräumen. Ein Spielzug besteht entweder aus Ablegen oder Abräumen.  

Kartenreihen auslegen: Jeder Spieler darf einer seiner Sonnen- oder Mondkarten an die eigenen jeweiligen Reihen (pro Spieler ist nur eine erlaubt) anlegen. Es ist auch erlaubt, diese Karte beim Gegner zu platzieren. Die Karten werden nach aufsteigenden (aber nicht unbedingt fortlaufend) rechts oder links aneinander gelegt. Nie dazwischen.

Beispiel für eine Spielsituation
Die Finsterniskarten werden auf ausliegenden Karten gelegt. Sie dienen dazu, eigene oder gegnerische Reihen zu unterbrechen. Die Unterbrechung kann behoben werden, wenn eine, in die Lücke passende Karte auf die Finterniskarte gelegt wird.

Eine Unterbrechung in der Kartenreihe
Die Aufhebung der Unterbrechung
Der Spieler spielt in diesem Beispiel die Karte mit der Zahl "5" und hebt somit die Unterbrechung der Kartenreihe auf und die Reihe kann in einem späteren Zug ggf. abgeräumt werden Karten abräumen: Wer eine oder mehrere ununterbrochene Reihen von mindestens fünf Karten vor sich aufgebaut hat, darf diese im nächsten Zug zu sich nehmen. Die Kartenreihe darf allerdings keine sichtbare Finsternis enthalten.

Abräumen
Der Spieler räumt die Karten 6 - 28 der Mondreihe ab und erhält somit sechs Punkte. Am Ende des Spiels zählt jede Zahlenkarten einen Punkt, Finsterniskarten haben keinen Punktewert. Noch ausliegende Karten am Spielende zählen einen Minuspunkt.


Mein Meinung

Auf den ersten Blick erscheint "Sonne und Mond" als einfaches, friedliches Anlegespiel. Nach einiger Zeit entdeckt man einige taktische Möglichkeiten, die dem Gegenspieler durchaus einen Strich durch seine Planung machen können. Man kann das Spiel also durchaus agressiv spielen, z.B. wenn der Gegner eine niedrige Zahl in seine Reihe ausspielt, dann kann man beim Gegner eine hohe Zahl anlegen. Jetzt ist der Spieler erstmal gebremst, da er keine Zahlen zwischen diese Karten legen kann.
Das Spiel ist also nicht nur schön anzusehen, sondern kann auch spielerisch durchaus mithalten

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1 Kommentar: