4. Mai 2013

Im Wandel der Zeiten - Das Würfelspiel - Zivilisationswürfeln

Es muss ja nicht immer das neueste sein. Heute habe ich mal einen Abstecher in meinen Spielschrank unternommen und ein Spiel herausgesucht, was wir im Sommer vor zwei Jahren fast täglich gespielt haben. Das Spiel "Im Wandel der Zeiten - Das Würfelspiel - Bronzezeit" hat sicherlich den längsten Titel, aller meiner Spiele, die ich bis jetzt vorgestellt habe. Es ist bei Pegasus erschienen und wurde von Matt Leacock entwickelt. Es gibt ja bereits ein "Im Wandel der Zeiten"-Spiel, aber die beiden Spiele haben, bis auf das Thema, nur wenig gemeinsam.

Worum geht es

Wir haben schon viele Zivilisationen aufgebaut. Mit Holzteilen, Papptäfelchen, Figuren und Karten. Bei "Im Wandel der Zeiten - Das Würfelspiel" erschaffen wir eine Zivilisation in 30 - 45 Minuten. Also kein abendfüllendes Programm. Dafür kann man es aber problemlos wiederholen.
Ihr müsst Arbeiter engagieren, damit diese Städte und Monumente errichten können. Ihr müsst Waren sammeln, damit ihr diese gewinnbringend verkaufen könnt, um kulturelle und wissenschaftliche Errungenschaften zu erringen. Aber Ihr dürft auch nie die Versorgung Eurer Bevölkerung vergessen. Und stets lauern Dürren, Seuchen und andere Katastrophen. Wer am Ende die glanzvollste Zivilisation hat, wird als Sieger hervorgehen.


Spielmaterial

  • 4 Steckbretter aus Holz
  • 24 Marker
  • 7 Würfel aus Holz
  • 1 Block mit Wertungsbögen
  • 4 Übersichtstafeln
  • 1 Anleitung

Die Spielschachtel

Der Spielinhalt (Stifte nicht enthalten)

Die Spielanleitung

Die Steckbretter

Die Warenmarker

Die Warensituation am Spielanfang

Die Steckbretter und die Warenmarker sind aus stabilen Holz und sind wunderbar anzufassen. 
Auf den Steckbrettern werden die Waren und Nahrungsmittel markiert. Es gibt fünf verschiedene Warenarten (Metall, Stoff, Töpferwaren, Stein und Holz). Die Waren können im späteren Spielverlauf verkauft werden, um Errungenschaften zu kaufen.
Zusätzlich wird auf dem Steckbrett noch der Nahrungsmittelvorrat festgehalten. Mit den Nahrungsmitteln müssen die Menschen in den Städten versorgt werden. Ist dies in einer Runde nicht möglich, sammelt man Minuspunkte.

Die Würfel

Symbole auf den Holzwürfeln

Auf den Holzwürfeln finden sich verschiedene Symbole. Drei Arbeiter, drei Nahrung, zwei Nahrung oder zwei Arbeiter, eine Ware, sieben Münzen und 2 Waren und ein Schädel.
Die Würfel bestimmen, welche Art wieviele Arbeiter / Nahrung / Münzen / Waren oder Katastrophen der Spieler in einem Spielzug generiert und was dieser auf seinem Steckbrett oder Wertungsblock markieren kann.

Die Wertungsbögen

Es ist wirklich eine große Anzahl an Wertungsbögen mit dabei. Die Bögen sind sogar doppelseitig bedruckt.

Ein Wertungsbogen

Ähnlich, wie bei  "Kniffel" bekommt jeder Spieler einen Wertungsbogen auf dem dieser im Spielverlauf verschiedene Dinge ankreuzen kann und somit Punkte oder Verbesserungen für seine Würfelergebnisse erhalten kann.
Praktisch ist, dass auf den Bögen auch nochmal der genaue Spielablauf und die verschiedenen Symbole aufgeführt sind.

Gelungene Spielerhilfe


Die Städte

Die Städte geben die, zur Verfügung stehenden, Würfel an. Man beginnt zunächst mit drei Würfeln / Städten, aber im Spielverlauf können bis zu vier weitere hinzu kommen.

Die Monumente

Die Arbeiter können nicht nur Städte errichten, sondern auch Monumente. Diese bringen hauptsächlich Punkte bei Spielende, aber es gibt auch eins (Die große Mauer), welches dem Spieler noch einen kleinen Spielvorteil bringt.

Die Errungenschaften & Katastrophen

Die Errungenschaften bieten dem Spielervorteile, wie z.B. Schutz vor besonderen Katastrophen, Aufhebung des Warenlimits oder Bounspunkte bei Spielende. Zusätzlich bringt jede Errungenschaft Punkte bei Spielende.
Die Katastrophen treten bei bestimmen Würfelereignissen ein oder wenn die Bevölkerung nicht mit genug Nahrung versorgt werden kann. In diesem Feld zählt jedes eingetragene Kreuz einen Minuspunkt.


Spielablauf

Der Spielablauf ist auf dem Wertungsbogen noch einmal abgedruckt.

Der Spielablauf

Der Spieler schaut, wieviele Städte er besitzt und würfelt dann mit der entsprechenden Anzahl Würfeln. Er darf bis zu dreimal Würfeln. Wenn ein Totenkopfsymbol gewürfel wird, dürfen diese Würfel nicht erneut geworfen werden.
Nach drei Würfen schaut er welche Würfel nun vor ihm liegen und trägt dann die entsprechenden Waren und Arbeiter bei sich ein.
Bei den Waren ist zu beachten, dass immer von unten begonnen wird. Pro Ware darf ich eine Warensort um ein Feld nach rechts setzen. Wenn ich vier Waren erwürfelt habe, dann bekomme ich eine Holzware, eine Steinware, eine Toneware und eine Stoffware. Metall erreiche ich nicht. Wenn ich in der nächste Runde wieder Waren erhalte, dann beginne ich wieder bei den Holzwaren. Dadurch erreicht man die oberen Waren schwieriger, aber diese sind im Verkauf allerdings viel wertvoller. 

Steckbrett mit Waren
Nach einiger Zeit füllt sich der Bogen mit vielen Kreuzen. Wenn ein Spieler die fünfte Errungenschaft gekauft hat oder wenn alle Monumente gemeinschaftlich errichtet sind,  endet das Spiel. 

Oberer Teil
Unterer Teil




















Die Abrechnung

Inplay-Video 





Meine Meinung

Ich kenne das große "Im Wandel der Zeiten" Spiel nicht und kann daher keinen Vergleich ziehen. Aber ich finde, dass der "kleine Bruder" ein wirklich gelungenes Würfelspiel ist. Es besticht durch die tollen Materialien und den schlanken Spielablauf. Wirklich gut gelöst finde ich die Spielerhilfen, die sehr verständlich aufgebaut sind. 
Auch kommt die Interaktion nicht zu kurz, denn man muss stets abwägen, welche Monumente man beginnt zu bauen, denn es bekommen nur der erste oder zweite Erbauer dafür. Genauso gibt es eine Katastrophe, die alle Mitspieler betrifft. Manchmal kann man da auch gezielt drauf hinwürfeln.
Ich hatte bei diesem Spiel nie wirklich Probleme jemanden das Spiel beizubringen. Die einzige kniffelige Sache, ist die Generierung der Waren und wie das genau funktioniert, aber wenn man es eine Runde gespielt hat, dann wird das eigentlich auch immer schnell verstanden. Zuviel Strategie darf man allerdings nicht erwarten, denn es ist immernoch ein Würfelspiel. Es gilt halt mal wieder das beste aus seinen Würfen zu machen.
Ich hatte weiter oben ja schon erwähnt, dass wir es einen Sommer wirklich exzessiv gespielt haben und ich freue mich jetzt auch schon wieder auf die Sommersaison, denn da wird dieses Spiel uns sicherlich durch ein paar laue Spielabende begleiten.

P.S.: Dieser Beitrag ist der erste Beitrag, den ich auf einem Linux-System geschrieben habe. Ich hoffe, dass alles weiterhin genauso funktioniert, wie Ihr es gewohnt seid. 
Ich freue mich über Kommentare und Rückmeldungen.

Follow me @Twitter / Facebook 




1 Kommentar:

  1. Schöner Beitrag und schönes Video. Die Materialien sehen in der Tat super aus.

    AntwortenLöschen