28. Juli 2013

quroma - Schlichte Eleganz


Ich glaube, dass "quroma" mein erstes abstraktes Spiel ist, das ich hier im Blog vorstelle. Aber die Vorstellung ist genauso schwierig, wie die eines Kartenspiels. Denn die Spielmaterialien stehen hier auch mehr oder weniger im Hintergrund und die Mechaniken klar im Vordergrund. Aber ich will mal mein Bestes versuchen.
"quroma" stammt aus der Feder von Moritz Wittensöldner und ist bei arte ludens, einem kleinen Schweizer Spielverlag, erschienen. Es wurde sogar im Jahr 2013 für den "Deutschen Lernspielpreis" nominiert.
Mit dem Spiel verbindet mich eine kleine Geschichte, denn das Spiel ist beim Zoll hängen geblieben und ich musste das Paket persönlich abholen und öffnen. Die Zöllner staunten ganz schön, denn die Schachtel ist einfach einzigartig. Ich habe dann gleich noch den beiden Beamten eine Karte meines Blogs in die Hand gedrückt. So kann man auch Leser gewinnen.


Worum geht es?

"quroma" ist eigentlich ein 2-Spieler-Spiel, kann aber auch zu viert gespielt werden. Im 4-Spieler-Spiel bildet man Teams. Es gilt so viele Quartette wie möglich zu sammeln. Ein Quartett besteht aus vier gleichfarbigen Spielsteinen. Pro Zug können Paare aus dem Spiel genommen werden, indem zwei Steine derselben Farbe übereinander gelegt werden. Das geschieht, indem man die Steine bewegt oder die Türme dreht.
Der Spieler mit den meisten Quartetten am Ende ist der Gewinner. Gibt es einen Gleichstand, zählt die Anzahl der gewonnen Paare.

Vielen Dank an arte ludens für das Rezensionsexemplar


Unboxing

Mit dem Spiel "quroma" habe ich begonnen meine Unboxing-Videos etwas zu verändern und spannender zu gestalten. Schaut einfach mal rein!



Die Spielschachtel

Ich muss nochmal kurz etwas zu der Spielschachtel schreiben, denn selten habe ich eine Schachtel gesehen, die so genial, so schlicht, so schick gestaltet war wie die von "quroma". Eine tolle Arbeit arte ludens!


Spielmaterial

  • 48 Spielsteine aus Holz
  • 1 Spielanleitung in deutsch und französisch

Die randvolle Spielschachtel

Die Spielanleitung

Die Spielsteine

Die Spielsteine bieten eine hervorragende Qualität. Es macht total Spaß damit zu spielen.


Spielablauf

Bei abstrakten Spielen stehen ja weniger die Spielmaterialien, als eher die Spielmechaniken im Vordergrund.
Für das Spiel werden die Spielsteine in einem 4x4 Raster zu insgesamt 16 Türmen mit je drei Steine aufgebaut.

Der Spielaufbau

Jetzt gilt es Paare mit gleichfarbigen Steinen zu bilden. Während eines Zuges hat der Spieler drei Aktionen zur Verfügung. Die Aktionen können aus dem Drehen eines Turmes, so dass der unterste Stein nach oben kommt oder dem Bewegen eines Steines bestehen. Beim Bewegen kann der Stein auf die seitlich angrenzenden Türme bewegt werden. Aber nicht diagonal.
Wenn am Ende des Zuges Paare gebildet wurden, werden sie vom Spielplan entfernt und der Spieler bekommt diese Steine in seinen Vorrat.

Ich versuche mal an ein paar Bildern einen Spielzug eines Spielers darzustellen. Ich hoffe, dass es mir gelingt und Ihr einen kleinen Eindruck bekommt.

Die Ausgangssituation

Bereits ein Farbenpaar gebildet

Ein zweites Paar gebildet


Kleine Gif-Animation

Ein weißes und rotes Paar gewonnen

Beim ersten Schritt wird unter dem gezogenen Stein ein neuer Stein sichtbar. Diese Farbe ist dann für den zweiten Spieler die Startfarbe mit der er seinen nächsten Zug beginnen muss.
Falls kein Stein sichtbar wird, darf der Spieler mit einer beliebigen Farbe beginnen.

Hier nochmal ein zweites Beispiel für einen Zug.

Die Ausgangsituation

Der rechte Turm wurde gedreht

Ein Paar wurde gebildet

Der Spieler erhält ein Paar

Die Endabrechnung
Der Spieler hat drei Quartette und sechs Paare gebildet.


Meine Meinung

Manchmal bereiten einem die schlichten Spiele ganz schön Kopfschmerzen (im guten Sinne). Und "quroma" ist so ein Kandidat, bei dem jeder Zug wirklich gut überlegt sein will. Es ist wichtig, wie man seine Steine zieht und dreht und welche Farbe der andere Spieler als Startfarbe bekommt. Denn man will ja dem Gegenspieler nicht zuspielen und ihm eine gute Ausgangssituation verschaffen. Kniffelig ist es die Quartette zu bilden, denn jede Farbe hat nur vier Spielsteine im Spiel. Daher ist es echt schwierig eins zu bilden, denn der Gegenspieler hat natürlich auch immer etwas dagegen.
Eine echte Kopfnuss, dass die Gehirnzellen ordentlich arbeiten lässt. Aber dennoch ist das Spiel schnell erklärt und sehr eingängig.
Ich freue mich schon auf weitere Spiele aus dem Hause arte ludens.
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