22. August 2013

Pelican Bay - Lagunen, Strände und Federvieh

Vor einigen Beiträge habe ich das Spiel "Sonne und Mond" von den Drei Hasen in der Abendsonne vorgestellt. Das Spiel war durch seine schöne Aufmachung wundervoll anzuschauen und genauso verhält es sich mit dem Spiel "Pelican Bay" von Jaques Zeimet. Die Schachtel ist wundervoll blau und wird in jedem Spieleschrank viele Blicke auf sich ziehen. Die drei Hasen scheinen also ein ganz großes Augenmerk auf eine künstlerische Gestaltung ihrer Produkte zu legen. Aber kann das Spiel genauso überzeugen?


Worum geht es?

"Pelican Bay" ist ein An- und Auslegespiel und der Vergleich mit "Carcassonne" kann schnell gezogen werden. Ihr müsst durch Anlegen von Kärtchen an möglichst großen Gebieten mitwirken oder diese schließen. Dadurch vergrößert Ihr nach und nach den Lebensraum von den Pelikanen und wenn Ihr diese zum richtigen Zeitpunkt wieder einsammelt, dann winken Euch viele Punkte.
Der Spieler, der am Ende die meisten Punkte hat gewinnt das Spiel.

Vielen Dank an "Drei Hasen in der Abendsonne" für das Rezensionsexemplar

Unboxing



Die Spielschachtel
Die Rückseite
Die Spielinformationen


Spielmaterial
  • 72 sechseckige Legekärtchen
    • 67 Landschaftsplättchen
    • 4 Positionsplättchen
    • 1 Deckelplättchen
  • 7 Holzpelikane
  • 1 Wertungsblock
  • 1 Spielanleitung (deutsch, englisch, französisch und italienisch)
Die Spielanleitung
Der Wertungsblock
Die (Holz-) Pelikane

Die Pelikane dienen als Markierungssteine und bringen bei der Endabrechnung zusätzliche Punkte ein. Zuerst nimmt man sich die Pelikane aus dem neutralen Vorrat. Ist dieser aufgebraucht, darf man sich die Pelikane von den anderen Spielern nehmen. Nach einer Wertung geht der Pelikan in den eigenen Besitz über.

Die Spielplättchen
Detailaufnahme 1 
Detailaufnahme 2

Die Spielplättchen können sich in drei Gebiete gliedern (Lagune, Strand und Dschungel). Im Spiel gilt es mit diesen Plättchen große Gebiete zu bilden, damit man möglichst viele Punkte gewinnen kann.


Spielablauf

Vor jeder Partie werden 67 Legeplättchen gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt. 16 von diesen Karten werden abgezählt und als verdeckter Reservestapel mit dem Deckelplättchen zur Seite gelegt. Danach werden die 7 Pelikane gleichmäßig an die Spieler verteilt. Überzählige bilden einen neutralen Stapel, der von allen Spielern genutzt werden kann.

Der Reservestapel

Als letztes wird die Spielerreihenfolgen ausgelost. Jeder Spieler zieht dafür ein Postitionskärtchen, wobei die Spieler 1 und 2 noch einen kleinen Bonus haben, in Form eines Jokers, der bereits auf die Karten aufgedruckt ist. 
Damit das Spiel beginnen kann bildet der Startspieler aus drei Plättchen des Nachziehstapel eine Startregion.


Der Startbereich


Und jetzt kann das Spiel auch schon beginnen!


Der Spieler, der an der Reihe ist muss folgende Aktionen durchführen:
  • Plättchen anlegen: Der Spieler legt ein oder zwei Plättchen passend an.
  • Gebiet werten: Das größte Gebiet werten, an das der Spieler angelegt hat und die Punkte eintragen.
  • Plättchen wieder aufstocken: Der Spieler zieht wieder ein oder zwei Handkarten, so dass er wieder zwei Plättchen wieder auf der Hand hält.

Anlegen und Werten
Genau wie bei der Startinsel müssen die Plättchen mit mindestens zwei Seiten angelegt werden. Wichtig ist, dass beiden Plättchen an das gleiche Gebiet angelegt werden, welches auch später gewertet werden soll. Für jedes gewertete Gebiet gibt es pro Plättchen einen Punkte. Dies gilt auch für Gebiete, die durch Holz- oder Hängebrücken verbunden sind. 

Gebiet schließen und Werten
Wer mit seinen Plättchen ein Gebiet schließt hat zwei Möglichkeiten:
  • Der Spieler kann einen fremden Pelikan auf das geschlossene Gebiet setzen und zieht sofort danach zwei weitere Plättchen nach und spielt direkt einen weiteren Zug. Danach wertet der Spieler ein Gebiet und das mit dem Pelikan markierte, geschlossene Gebiet.
  • Der Spieler kann einen fremden Pelikan auf das geschlossene Gebiet setzen und wertet dieses und zusätzlich das größte, offene Gebiet und beendet danach seinen Spielzug.
Nach und nach...
....wächst der Lagunenbereich.....
.... immer weiter. 
Vier Gebiete werden geschlossen.
Kurz vor Spielende

Die Schlussphase

Die Endphase wird eingeleitet, wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist. In der Endrunde wird die Spielerreihenfolge neu bestimmt. Der Spieler mit den wenigsten Punkte beginnt. In dieser Runde darf jeder Spieler nur ein oder zwei Plättchen anlegen. Das Nachziehen entfällt und Joker dürfen nicht mehr eingesetzt werden. Danach kommt es zur Endabrechnung. 
Für jeden eigenen Pelikan bekommt jeder Spieler 3 Bonuspunkte. Diese werden dann zu den aufgeschriebenen Punkten addiert. Der Spieler mit den meisten Punkten ist der Gewinner. 



Meine Meinung

"Pelican Bay" ist wirklich hübsch anzuschauen. Und die Spielschachtel und die Spielmaterialien machen einen ganz tollen Eindruck. Leider hat mir persönlich das Spiel nicht sonderlich gut gefallen und ich würde lieber zu anderen Legespielen greifen.
Ich finde, dass das Spiel durch die grafisch Gestaltung etwas zu unübersichtlich geworden ist und dass die sechseckigen Spielplättchen weiterhin zur Verwirrung beitragen. Ich finde, da hat "Carcassonne" mit den viereckigen Spielplättchen eine bessere Übersicht erzeugt. Bei "Pelican Bay" muss man jetzt auf zwei weiteren Seiten aufpassen. Das hilft nicht wirklich und kurz vor Spielende wird der Spielplan doch recht groß und die Übersicht geht dann vollends verloren. Zumal können Spieler, die Probleme mit dem Anlegen der Kärtchen haben, das Spiel ungemein in die Länge ziehen können.
Des Weiteren ist man hier auch dem Glück sehr stark ausgeliefert, denn es kann vorkommen, dass man mit seinen Plättchen nicht mehr an ein lukratives Spielgebiet anschließen kann, aber alle anderen Spieler, so dass man schnell nach hinten abrutschen kann. In einem unserer Spiele konnte ich zweimal an ein großes Gebiet anbauen und meine beiden Mitspieler nicht, so dass ich mit vielen Punkten enteilt bin und sie konnten das Spiel dadurch nicht mehr gewinnen.
Als letzten Kritikpunkt muss ich noch die Spielanleitung erwähnen, denn die ist teilweise recht unklar formuliert und bei unseren ersten Partien mussten wir öfter die Regeln zu rate ziehen. Oftmals wurde unsere Fragen aber nicht geklärt und wir mussten uns selber eine Lösung überlegen.

Ich hätte mir in dieser wunderschönen Schachtel auch ein gelungenes Spiel gewünscht. Leider überzeugt mich nur die grafische Aufmachung. 



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