17. August 2013

Samurai Sword - Ninjas und Kirschblüten

"Bang!" und du bist tot, heißt es schon viele Jahre in der Spieleszene. Ich rede hier natürlich von dem Spiel "Bang!" in dem Gesetzlose versuchen den Sheriff zu töten. Jetzt hat sich der Bang-Autor Emiliano Sciarra der Spielmechanik noch einmal angenommen und mit "Samurai Sword" quasi "Bang 2.0" erschaffen.  Dabei wurde das Spiel vom wilden Westen ins feudale Japan verlagert. Jetzt kämpfen Ninjas, Samurais und Ronin um die Ehre ihres Teams. In Deutschland wird das Spiel über AbacusSpiele vertrieben.


Worum geht es?

"Samurai Sword" ist ein Spiel, welches auf dem so genannten "Bang-Mechanismus" basiert. Ihr spielt in verschiedenen Teams und versucht die anderen Teams zu bekämpfen. Dazu werdet Ihr geheim einem Team zugeteilt. Eure Identität und die Eurer Mitspieler ist erstmal verborgen. Es gibt den Shogun, der von den Samurai beschützt. Die Ninja versuchen den Shogun zu töten und der Ronin kämpft gegen alle.
Das Team, das am Ende die meisten Ehrenpunkte erlangen konnte, verlässt das Schlachtfeld als Sieger. Allerdings gibt es pro Spieleranzahl für die einzelnen Teams unterschiedlich viele Siegpunkt, da ein z.B. ein gewonnener Ehrenpunkt des Ronins viel mehr Wert ist, als die der vielen Ninjas.

Vielen Dank an AbacusSpiele für das Testmuster

Unboxing


Die Spielschachtel 
Die Rückseite
Die Spielinformationen


Spielmaterial
  • 110 Karten
    • 7 Rollenkarten (1 Shogun, 2 Samurai, 3 Ninja, 1 Ronin)
    • 12 Charakterkarten
    • 90 Spielkarten
      • 32 Waffenkarten (rote Ecken)
      • 15 Besitzkarten (blaue Ecken)
      • 43 Aktionskarten (gelbe Ecken)
    • 1 Übersichtskarte für die Wertung
  • 30 Ehrenpunkte
  • 36 Widerstandspunkte
  • 1 Spielregel in deutscher Sprache

Der Spielinhalt
Die Anleitung
Die Ehrenpunkte
Die Widerstandspunkte 
Die Übersichtskarte für die Wertung
Die Spielkarten
Die Rollenkarten...
... und eine Rückseite


















Die Charakterkarten
Die Charakterkarten 2
Die Spielkarten

Die Spielkarten werden bei Spielbeginn in die Mitte gelegt und dienen als Nachziehstapel. Es gibt drei verschiedene Arten von Karten. Die roten Waffenkarten, die gelben Aktionskarten und die blauen Besitzkarten.

Einige Waffenkarten
Einige Besitzkarten
Einige Aktionskarten





















Spielablauf

Die Rollenkarten werden gemischt und jeder Spieler erhält eine verdeckte Karte. Die Karten bleiben verdeckt liegen. Lediglich der Shogun muss seine Rollenkarten aufdecken. Danach werden die 12 Charakterkarten gemischt und ebenfalls ausgeteilt. Diese Karten werden offen ausgelegt. Es ist hilfreich, wenn man sie etwas in die Mitte schiebt, damit sie einen kleinen Kreis bilden. Das hilft beim späteren Spielen sehr.
Jetzt nimmt sich jeder Spieler so viele Widerstandspunkte, wie auf den Karten abgebildet ist. Als letztes müssen sich alle Spieler noch ihre Ehrenpunkte nehmen. Der Shogun erhält 5 Ehrenpunkte und alle anderen Spieler lediglich 4 (bei 4 oder 5 Spielern nur 3 Ehrenpunkte). Diese Ehrenpunkte werden auf die Rollenkarten gelegt.

Der Spielaufbau
Der Shogun
Geheime Identitäten




















Danach werden die 90 Spielkarten gemischt und erhalten, abhängig von der Spieleranzahl, eine bestimmte Anzahl der Karten auf die Hand.

Nun kann der Kampf  beginnen!

Eine Runde läuft immer gleich ab. 
  1. Erholen: Hat ein Spieler keine Widerstandspunkte mehr, erhält er alle zurück. Besitzt der Spieler noch einen oder mehr Widerstandspunkte, überspringt er diese Phase.
  2. Ziehen: Der Spieler zieht die obersten zwei Karten vom Nachziehstapel und nimmt sie auf die Hand.
  3. Ausspielen: Der Spieler muss keine Karten ausspielen, wer er dies nicht möchte. Grundsätzlich kann er so viele Karten ausspielen, wie er möchte, allerdings pro Zug nur eine Waffenkarte.
  4. Abwerfen: Am Ende seines Zuges darf der Spieler höchstens 7 Karten auf der Hand haben. 

Der Shogun greift an.
Eine Angriffskarte

Um einen Mitspieler mit einer Waffenkarten anzugreifen, muss der Spieler den zuerst den Schwierigkeitsgrad des Angriffs bestimmen. Dieser entspricht dem Abstand des Angreifers zur Zielperson. Jetzt wird geschaut, ob die Waffenkarte diesen Angriff zulässt. Ist der Angriff erfolgreich verliert die Zielperson die Anzahl der Herzen, die auf die Waffe gedruckt ist.
Auf der Waffenkarte ist ein  Schwierigkeitsgrad aufgedruckt. Bei dem Beispiel kann der Spieler einen Spieler angreifen, der bis zu drei Plätze entfernt ist. Bei unserem 5-Spieler-Spiel würde der Angreifer somit jeden Spieler erreichen und 1 Schadenspunkt verteilen.
Allerdings darf man keine Spieler angreifen, die als harmlos eingestuft sind. Harmlose Spieler sind Spieler, die gerade keine Widerstandspunkte besitzen oder keine Karten mehr auf der Hand haben.

Verliert ein Spieler nach einem Angriff seinen letzten Widerstandspunkt ist er besiegt. Nun muss er einen seiner Ehrenpunkte an den Angreifer abgeben.

Verlust eines Ehrenpunktes

Das Spiel endet, wenn ein oder mehrere Spieler zu irgendeinem Zeitpunkt keine Ehrenpunkte mehr besitzen. Jetzt drehen alle Spieler ihre Rollenkarten um und bestimmen ihre Punktzahl. Diese errechnet sich aus der Anzahl der Ehrenpunkte multipliziert mit einem Bonusfaktor, der abhängig von der Spieleranzahl ist (s. Übersichtskarte für die Wertung)
Das Team mit  den meisten Punkten ist der "ehrenhafte" Sieger.


Meine Meinung

"Samurai Sword" ist eine gelungene Weiterentwicklung des "Bang-Systems". Es ist sehr angenehm für die Spielrunde, dass hier kein Spieler ausscheiden kann und 30 Minuten auf das Spielende warten muss. Da finde ich die Regelung mit den Ehrenpunkte viel eleganter. Zudem zwingt der Wertungsmechanismus zu einem etwas anderen Spielen. Es geht hier nicht primäre um das töten von Personen, sondern eher darum gezielt seine Angriffe einzusetzen, um dabei die meisten Punkte abzugreifen.
Das Spiel ist recht schnell erklärt, da die Spielabläufe immer gleich sind. S versteht es jeder Spieler nach ein paar Runden und ist danach voll im Spiel drin ist und der richtige Bluff-Spaß kann beginnen. Es wird diskutiert, wer in welchem Team sein könnte und wer das nächste Opfer sein könnte. Allerdings kann es im Spiel vorkommen, dass die Teamzugehörigkeit recht schnell klar wird und sich alle auf einen Spieler stürzen. Falls der Ronin im Spiel ist, sollte man versuchen ihn schnell auszuschalten, da seine Ehrenpunkte bei Spielende verdreifacht werden.
Und je mehr Spieler hier mitspielen, desto größer wird die Konfusions unter den Spielern und es wird auch schwieriger seine Angriffe erfolgreich zu landen, da die Entfernungen bei mehr Spielern größer sind. Aber auch mit 4 Spielern kann man das Spiel ohne Probleme spielen.
Wer "Bang!" kennt und etwas Spaß dabei hatte, der sollte sich unbedingt "Samurai Sword" anschauen, da die Veränderungen dem Spiel gut getan haben.

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