13. Januar 2014

Bang! - The Dice Game - Blaue Bohnen, Bier und GeBaller


Vor einiger Zeit hatte ich mit "Samurai Sword" eine Weiterentwicklung des Bang-Spielprinzips vorgestellt. Heute geht es mit "Bang! - The Dice Game" wieder zurück in das ursprüngliche Westernthema. Aber es werden heute keine Karten ausgespielt, sondern das gesamte Spiel wird durch Würfel gesteuert. Das bedeutet wieder eine Veränderung des altbekannten Spiels. Diesmal war allerdings nicht der Bang-Stammautor Emilliano Sciarra an der Entwicklung beteiligt, sondern die beiden deutschen Autoren Michael Palm und Lukas Zach.


Worum geht es?

"Bang! - The Dice Game" spielt im Wilden Westen und es tobt ein erbitterter Kampf zwischen dem Sheriff, seinen Hilfsheriff und den Banditen. Aber es gibt noch die Gesetzlosen, die erstmal die Banditen und danach den Sheriff besiegen wollen. Zu guter Letzt drohen die Indianer stets mit einem Angriff, der alle Spieler betrifft und großen Schaden verursachen kann.
"Bang! - The Dice Game" ist keine Erweiterung zu "Bang", sondern ein eigenständiges Spiel. Hier wird das Spiel nicht mit Karten gespielt, sondern es wird viel gewürfelt und Ihr müsst während des Spiels erstmal euren Partner finden. Denn alle Rollen bleiben verdeckt, lediglich die Identität das Sheriffs ist immer bekannt. Und dann gilt es den Sheriff auszuschalten oder zu beschützen oder einfach alle anderen umzubringen.

Vielen Dank an AbacusSpiele für das Testmuster.

Die Spielschachtel 
Die Rückseite
Die Spielinformationen

Spielmaterial

  • 5 Würfel
  • 8 Rollenkarten
    • 1 Sheriff, 2 Hilfssheriffs, 3 Banditen, 2 Gesetzlose
  • 16 Charakterkarten
  • 6 Übersichtskarten
  • 9 Pfeilmarker
  • 40 Patronenmarker
    • 25x mit Wert 1, 15x mit Wert 3
  • 1 Spielanleitung in deutscher Sprache

Der Spielinhalt
Die Spielanleitung
Die Spielwürfel
Hier muss einfach ein paar Worte zu den Würfel sagen. Die sind einfach phantasisch. Sie sind richtig groß, fühlen sich toll an und haben einfach eine herausragende Qualität. Es macht jede Runde Spaß damit zu würfeln.

Die Patronenmarker
Die Patronenmarker stellen den Gesundheitszustand jedes Charakters dar. Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler eine bestimmte Anzahl. Hat der Spieler im Spielverlauf keine Patronen mehr vor sich liegen, scheidet man aus.

Die Pfeilmarker
Die Pfeilmarker sind ein Symbol für den drohenden Angriff der Indianer. Sind im Spielverlauf alle Pfeile aus der Spielmitte aufgebraucht, greifen die Indianer an. Und jeder Spieler erleidet so viel Schaden, wie er selbst Pfeile vor sich liegen hat. 

Die Rückseite der Spielkarten
Die verschiedenen Spielkarten
Die Übersichtskarten
Auf den Übersichtskarten sind alle Würfelsymbole noch einmal kurz erklärt. So ist es jederzeit nochmal möglich auf die Karte zu schauen, falls man mal ein Effekt eines Symbols vergessen hat.

Die verschiedenen Gruppierungen
Im Spiel gibt es drei verschiedene Gruppierungen. Je nach Spieleranzahl wird eine bestimmte Anzahl an Karten verdeckt ausgeteilt. Jede Gruppe hat verschiedene Siegbedingungen.
  • Sheriff: Es muss alle Banditen und den bzw. die Gesetzlosen ausschalten
  • Bandit: Er muss den Sheriff ausschalten
  • Hilfssheriff: Er muss den Sheriff beschützen und ihm helfen
  • Gesetzloser: Er muss als Spieler Spieler im Spiel verbleiben
Jeder Spieler erhält zu Spielbeginn zu der Rollenkarte noch eine Charakterkarte. Diese Karte gibt die Lebenspunkteanzahl und die Spezialfähigkeit an.

Charakterkarten 1
Charakterkarten 2
Charakterkarten 3
Charakterkarten 4
Die Charakterübersicht
In der Anleitung gibt es noch eine kurze Charakterübersicht mit einigen kurzen Erläuterungen zu den Spezialfähigkeiten.


Spielablauf

Jeder Spieler erhält zu Spielbeginn eine Rollen- und Charakterkarte. Jetzt muss der Sheriff seine Rollenkarten aufdecken, die anderen Rollen bleiben geheim.
Danach bekommen die Spieler die Anzahl an Patronenmarker ausgeteilt, die auf Ihren Personenkarten aufgedruckt sind. Der Sheriff bekommt als kleinen Bonus 2 Patronen mehr ausgeteilt.

Der Spielaufbau für 5 Spieler
Spieler mit Charakterkarten und verdeckter Rollenkarte
Der Sheriff mit 2 Bonuspatronen

In jeder Runde kann ein Spieler die Spielwürfel bis zu dreimal werfen. Ich will hier nochmal kurz auf die Symbole eingehen.

Dynamit
Das Dynamit bedeutet, dass dieser Würfel nicht wieder neu gewürfelt werden kann und herausgelegt werden muss. Hat ein Spieler insgesamt drei oder mehr Dynamitwürfel vor sich liegen endet sein Zug und er muss die restlichen Würfel auswerten. Zusätzlich verliert der Spieler noch 1 Lebenspunkt.

Bier
Mit dem Bier kann der aktive Spieler andere Spieler oder sich selber heilen. Dabei entspricht 1 Bierwürfel einem Lebenspunkt. Allerdings kann kein Spieler mehr als die angegebenen Lebenspunkte besitzen.

Fadenkreuze
Mit den Fadenkreuzen kann der Spieler auf andere Spieler schießen. Dabei gibt die Zahl die entsprechende Entfernung an. Eine 1 bedeutet, dass der aktive Spieler, einen Spieler der direkt rechts oder links neben ihm einen Lebenspunkt abziehen kann. Mit der 2 kann man auf die beiden übernächsten Spieler schießen.
Aber immer daran denken, dass die Zahl lediglich die Entfernung angibt und nicht den Schaden. Jeder Würfel zieht immer nur einen Lebenspunkt ab.

Gatling
Mit den Gatling-Würfeln kann man die lästigen Pfeile loswerden. Allerdings braucht man dafür drei von diesen Würfeln. Wenn einem das gelingt, dann darf man alle Pfeile wieder in die Mitte legen und man schießt quasi einmal in die Runde und jeder Spieler verliert einen Lebenspunkt. 

Als nächstes möchte ich Beispielhalt noch eine Runde eines Spielers zeigen.

Bildunterschrift hinzufügen
Der Spieler hat einen Pfeil gewürfelt und erhält dafür sofort einen Pfeil. Das Dynamit muss zur Seite gelegt werden und darf nicht nochmal gewürfelt werden.



Der Spieler hat alle vier Würfel nochmal geworfen. Jetzt hat er ein zweites Dynamit gewürfelt und beendet sicherheitshalber seinen Zug. 
Er darf mit den Fadenkreuzen jetzt 2mal auf einen direkten (rechten oder linken) Nachbarn schießen und auf einen Spieler der 2 Sitzplätze entfernt sitzt. Diese Spieler würden pro Würfel nun eine Patronen abgeben müssen.

Angriff eines Spielers

Sobald ein Spieler ausscheidet, deckt er seine Rollenkarte auf und offenbart seine Gruppenzugehörigkeit.
Das Spiel endet, wenn eine Fraktion deren Siegbedingung erfüllt hat.


Meine Meinung

"Bang! - The Dice Game" hat in meiner Spielegruppe ähnlich gut eingeschlagen wie "King of Tokyo" und ich finde, dass sich diese beiden Spiele schon sehr ähneln. Ihr versucht in beiden die Gegner zu verhauen und dabei möglichst lange am Leben zu bleiben. In beiden Spielen kann man ausscheiden und muss zuschauen, aber da die Runde immer kurz sind fällt das nicht so sehr ins Gewicht.
Spannend finde ich bei "Bang! - The Dice Game" die geheimen Rollen. In den ersten Runden wurde immer sehr direkt gespielt und die Rollenverteilung war dort immer sehr schnell klar, wenn man das Spiel aber öfters spielt versuchen die Spieler ihre wahren Identitäten immer erst zu verschleiern und machen, für deren spezielle Rollen womöglich unnütze Züge. Aber dadurch werden die anderen Mitspieler etwas verwirrt und alles bleibt im Nebel der rauchenden Colts verborgen.
Ihr solltet aber bedenken, dass das Spiel erst ab 5 Spielern richtig Spaß macht. Und richtig chaotisch wird es erst mit 6 oder mehr. Denn dann spielen die Reichweiten der Waffen noch eine wichtigere Rolle und es sind einfach mehr Personen und unterschiedliche Rollen auf dem Schlachtfeld. Zwar gibt es auch eine 3-Spielerversion, aber die kann ich nicht empfehlen.
Wer also "King of Tokyo" mag und wer ein kurzes, intensives Würfelspiel für größere Runden sucht, der sollte sich unbedingt "Bang! - The Dice Game" zulegen.

Follow me @Twitter / Facebook


1 Kommentar:

  1. Klingt wirklich gut und bis dato habe ich noch kein Spiel gefunden, dass sich so gut spielt wie KofT, werde ich mir mal besorgen!

    AntwortenLöschen