2. Februar 2014

Kronen für den König - Verdecktes Sammeln

Mit Mattel verbinden die meisten Spieler entweder Barbiepuppen oder mehr oder weniger erfolgreiche und gelungene Lizenzspiele für den Massenmarkt ("Besserwizzer" und die älteren Spiele mal ausgenommen). Aber auf der letzten Messe hat der Verlag eine kleine Offensive gestartet, um in den traditionellen Brettspielmarkt wieder durchzustarten.
Die beiden Spiele waren "Geister, Geister, Schatzsuchmeister" und "Kronen für den König". Das bemerkenswerte ist, dass beide Spieler aus der Feder des Autors Brian Yu stammen. Während "Geister, Geister, Schatzsuchmeister" ein familiengeeignetes Koop-Spiel ist, ist "Kronen für den König" ein sehr traditionelles Woker-Placement-Spiel mit einem sehr traditionellen Thema.


Worum geht es?

In "Kronen für den König" geht es darum, möglichst schnell zehn Kronen zu sammeln. Dabei sollte man sich die unterschiedlichen Fähigkeiten der einzelnen Handwerke zu Nutze machen. Aber meist können die Handwerker nur einen Auftrag erfüllen und Ihr seid gezwungen auszuweichen oder den ursprünglichen Auftraggeber auszustechen und diesen verdrängen. Dies geschieht mit einem ziemlichen klassischen und eingängigen Verdrängungmechanismus.
Der Spieler, der zuerst zehn (im geheimen gesammelten) Kronen sammeln konnte ist der Gewinner des Spiels.



Die Spielschachtel
Die Rückseite
Die Spielinformationen

Spielmaterial
  • 1 Spielbrett
  • 112 Geldkarten mit Werten von 1-4
  • 37 Kronenplättchen
  • 25 Juwelen
  • 8 Dorfbewohner-Spielfiguren
  • 4 Sichtblenden

Der Schachtelinhalt
Die Spielanleitung
Leider kann ich die Anleitung nur als funktionell bezeichnen. Sie erfüllt zwar mehr oder weniger ihren Zweck, aber übersichtlich aufgebaut ist sie nicht unbedingt.

Die Sichtschirme
Der rote Sichtschirm
Die Sichtschirme erfüllen ihren Zweck, aber sonderlich stabil sind sie nicht. Schön ist, dass auf der Rückseiten nochmal die einzelnen Funktionen der Handwerker nochmal erläutert sind und der Spielablauf ist dort ebenfalls noch zu finden.



Die Geldkarten
Die Figuren
Die Kristalle
Die Kronen
Der Spielplan



Der Spielplan ist grafisch sehr ansprechend gestaltet. Na klar, denn hier war wieder Michael Menzel beteiligt, der auch schon bei "Die Legenden von Andor", "Brügge" und noch vielen anderen Spielen den Pinsel geschwungen hat. 


Sogar auf dem Spielplan ist nochmal eine kleine Spielhilfe. Das Spiel spart nicht mit Hinweisen auf den genauen Spielablauf und kleineren Sonderregeln.


Spielablauf

Jeder Spieler erhält einen Sichtschirm, vier Geldkarten, zwei seiner Dorfbewohner, die im Gasthaus platziert werden und noch zwei Juwelen. Für das Spiel gilt, dass Kronen immer hinter dem Sichtschirm abgelegt werden, die Juwelen davor.

Der Spielaufbau für drei Spieler
Der Spielablauf auf der Rückseite des Sichtschirmes

Auf der Rückseite der Sichtschirme befindet sich nochmal eine kurze Zusammenfassung der Spielzüge.

  1. Zuerst holt der aktive alle seine Dorfbewohner aus dem Wirtshaus.
  2. Der Spieler nutzt die Fähigkeiten der unterschiedlichen Handwerker (eine Hilfe dazu befindet sich ebenfalls auf der Rückseite des Sichtschirmes). Die Spieler bleiben danach auf dem Feld stehen.
  3. Der Spieler nutzt die Fähigkeiten der Spezialisten-Handwerker (Felder mit der blauen Verzierung). Danach werden die Figuren auf das Wirtshaus gestellt. 
  4. Der aktive Spieler kann bis zu zwei Geldkarten ausspielen, um Handwerker zu verpflichten. Dafür setzt er einen Figur auf das entsprechende Feld. Ist das Feld bereits besetzt, kann der Spieler zwei Juwelen extra Zahlen und die andere Figur von dem Feld verdrängen. Dabei erhält der verdrängte Spieler ein Juwel als kleine Entschädigung.
  5. Der Spieler zieht, bis er vier Geldkarten auf der Hand hat.

Das Hufschmied-Feld ist immer hart umkämpft.
Der Spielplan im weiteren Spielverlauf.
Die Anzahl der Kronen ist immer geheim.
Nach und nach sammeln sich hinter Sichtschirmen die Kronen an. Der Spieler, der zuerst mindestens zehn Kronen besitzt ist der Gewinner und das Spiel endet sofort.


Meine Meinung

"Kronen für den König" ist in allem Belangen irgendwie ein zweischneidiges Schwert. Ich will mal mit dem Spielmaterial anfangen. Der Spielplan ist wunderschön gestaltet, aber auf der anderen Seite sind die Sichtschirme und die Anleitung nur zweckmäßig. Ja, sie erfüllen ihren Zweck, aber es wäre sicherlich auch noch etwas Platz für Verbesserungen gewesen.

Der Spielverlauf ist eingängig und einfach erlernbar. Quasi das richtige für Familien, aber dennoch kann und muss man dieses Spiel ziemlich gemein spielen. Man muss Spieler verdrängen, am Tisch irgendwann Allianzen formen, damit ein Spieler nicht mit dem Sieg davonrennt. Also eigentlich nicht das richtige für Partien mit den Kindern. Dennoch bleibt das Sammeln der Kronen manchmal ziemlich nervenaufreibend. Denn es ist meist recht schwer abzuschätzen, wer gerade die Führung innehält.

Ich finde, dass das Spiel ein schöner (Wieder-)Einstieg von Mattel in die Welt der klassischen Brettspiele bedeutet. Es ist ein solides Spiel, aber auch noch etwas Luft nach oben. Wenn dieses Spiel allerdings erst der Anfang war, dann bin ich auf weitere Spiele aus dem Hause sehr gespannt.

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