17. Februar 2014

Sanssouci - Landschaftsplaner für die Adligen

Am Ende des Winters beginnen oft die Planungen, wie man im neuen Frühling den Garten anlegt. Und das haben die Menschen schon seit Jahrhunderten gemacht. So entstand auch in Potsdam der prächtige Gartenpakt des Schlosses "Sanssouci". Das neue Spiel von Michael Kiesling und dem Ravensburger Verlag handelt genau von diesen Gartenanlagen und den Adligen, die dort Lustwandeln.


Worum geht es?

In "Sanssouci" habt ihr einen Gartenplan, den Ihr mit den verschiedenen Gartenobjekten füllen müsst. Es gilt Brunnen, Labyrinthe, Statuen und Kräuterschnecken anzulegen. Dabei müsste Ihr immer darauf achten, dass es den Adligen immer problemlos gelingt die verschiedenen Bereiche des Parks zu erreichen. Je länger die Adligen im Park spazieren gehen können, desto mehr Siegpunkte winken Euch.
Der Spieler, der nach 18 Runden die meisten Siegpunkte auf seinem Konto verbuchen konnte ist der erfolgreichste Gartenplaner.

Die Spielschachtel
Die Rückseite
Die Spielinformationen

Spielmaterial
  • 1 Spielplan
  • 4 Gärten für die Spieler
  • 81 Gartenplättchen
  • 90 Karten
    • 72 Spielkarten (18 pro Spielerfarbe)
    • 4 Siegpunktkarten "50/100"
    • 9 Auftragskarten
    • 5 Ersatzkarten
  • 36 Adlige in den Spielerfarben
  • 4 Zählsteine
  • 4 Erweiterungstafeln
Der Spielinhalt
Die Anleitung
Der Spielplan
Die Gärten
Detailaufnahme eines Gartens
Jeder Spieler erhält einen separaten Gartenplan, auf diesem wird dann im Spielverlauf die Gartenanlage angelegt. Jede Runde erhaltet Ihr ein neues Plättchen, welches dann an die entsprechende Stelle im Park gelegt wird.

Die Erweiterungstafeln
Die Erweiterungstafeln auf dem Garten
Um das Spiel noch etwas interessanter zu gestalten, kann man noch die Erweiterungstafeln hinzufügen. Diese sorgen dafür, dass bestimmte Bereiche Boni und Mali vorgeben. 

Die Gartenplättchen
Das Spiel enthält insgesamt 81 Gartenplättchen. Auf diesen sind verschiedene Objekte abgebildet ( Figur, Treppe, Pavillon usw...). Auf der Rückseite sind verschiedene Gärtner abgebildet, die die entsprechende Spielerzahl quasi angeben. In einem 2-er Spiel wird nur mit den Plättchen des 2er-Gärtners gespielt. Bei einem 3er-Spiel mit den 2er und 3er Gärtner usw. So wird erreicht, dass während einer Partie immer alle Objekte aufgebraucht werden und kein Rest übrig bleibt. 

Die Adligen und Zählsteine
Die Kartensets der Spieler
Die verschiedenen Symbole
Jeder Spieler erhält 18 Spielkarten. Diese Karten werden im Laufe einer Partie alle ausgespielt. Ist der Kartenstapel aufgebraucht, endet das Spiel. 
Auf den Karten sind verschiedene Symbole abgebildet, die bestimmen, welche Objekte man aus der Auslage aufnehmen darf. 

Die Auftragskarten
Jeder Spieler bekommt bei Spielbeginn zwei Aufgabenkarten ausgeteilt. Die Karten geben Boni, wenn am Ende das Spiels ein Adliger auf einem bestimmten Feld steht.


Spielablauf

Bei Spielbeginn bekommt jeder Spieler seinen eigenen Gartenplan und stellt die neun Adligen an das Schloss. Zusätzlich erhält noch jeder Spieler sein Kartenset von 18 Spielkarten und die zwei Auftragskarten. 

Spielaufbau für den roten Spieler
Die roten Adligen warten auf den Spielbeginn
Die Spieler- und Auftragskarten
Die Gartenplättchen auf dem Spielplan
Als letztes wird noch die Auslage bereitgestellt und das Spiel kann beginnen.

Wer an der Reihe ist, führt seinen Spielzug in der folgenden Reihenfolge aus.
  1. Er legt einer seiner 2 Handkarten offen vor sich und nimmt sich das entsprechende Gartenobjekt vom Spielplan und legt es entsprechend in seinem Garten an.
  2. Er bewegt, wenn er möchte, einen beliebigen seiner neun Adligen und rückt anschließend den Punktestein um die erhaltenen Siegpunkte vor. 
  3. Ein neues Garenplättchen wird aufgedeckt und zieht wieder auf 2 Handkarten auf. Danach folgt der nächste Spieler. 

Rot spielt aus
Ein Adliger spaziert durch den Garten
Falls irgendwann mal ein Plättchen nicht passend angelegt werden kann, weil der Platz bereits platziert ist, kann man das Plättchen umdrehen und den Gärtner senkrecht oder wagerecht zum blockierten Plättchen platzieren. 

Ein Gärtner wird platziert
Adlige dürfen auch kurzzeitige ihre Weg verlassen. Müssen aber bei Spielzugende wieder auf ihrer angestammten Spalte stehenbleiben. Dabei dürfen auch die Felder des Gärtners betreten werden.

Manchmal muss man Umwege gehen 
Spielsituation im späteren Spielverlauf
Detailaufnahme
Ein Adliger darf nicht auf einem Gärtnerplättchen stehenbleiben, da ja quasi das Feld bereits belegt ist. 


Meine Meinung

"Sanssouci" ist ein Legespiel mit einfachen Regeln und klaren Spielabläufen. Dabei muss man während des gesamten Spiels mit seinen Handkarten gut wirtschaften und versuchen das beste herauszuholen. Dabei ist man manchmal aber dem Zufall ziemlich stark ausgesetzt. Gerade bei Partien mit vier Spielern ist es recht unplanbar. So wird dann aus einem Strategiespiel eher ein Taktikspiel, indem man versuch aus seinen beiden Handkarten das Maximum herauszuholen.
Leider ist das Spiel recht interaktions- und konfliktarm. Jeder bastelt mehr oder weniger vor sich hin. Die einzige Interaktion besteht darin, dass einem die anderen Spieler mal ein Plättchen wegschnappen.
Aber wer auf einfache Regeln steht und auch mal mit seinen Kindern spielen will, der darf im Park von "Sanssouci" gerne mal vorbei schauen.  

Vielen Dank an Ravensburger für das Rezensionsmuster.

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