16. Mai 2014

Blöder Sack - Der Sack fällt auf!

Auffallen um jeden Preis?! "Blöder Sack" fällt auf. Sei es durch den Titel oder die schrille und unkonventionelle Aufmachung. Der KOSMOS-Verlag versucht mit diesem Spiel aufzufallen. Ein lachender gelber Sack, der in einer untypischen Spieleschachtel steckt. Aber was bietet diese Ralf zur Linde-Neuheit?


Worum geht es?

"Blöder Sack" ist ein Würfelspiel, bei dem es ums Zocken und das ausstechen der Gegner geht. Und manchmal kann man richtig gemein sein, wenn man mit einem gewürfelten Pasch, Aufgabenkarten viel schneller Werten kann, als es der Spielverlauf eigentlich vorsieht.
Der Spieler, der am Ende die meisten Wertungssäcke eingesammelt gewinnt dieses schnelle Würfelspiel.

Die Spielschachtel
Die Rückseite
Die Spielinformationen
Spielmaterial
  • 40 Würfel (je 10 in 4 Farben)
  • 1 Karte "Startsack"
  • 5 Ablagekarten
  • 27 Aufgaben- / Sackkarten
  • 1 Stoffsack
  • 1 Spielanleitung in deutscher Sprache
Der Spielinhalt
Die Anleitung
Das gesamte Spielmaterial soll in dem Sack transportiert werden. Die Würfel, die Karten und die Anleitung. Daher braucht man den Karton eigentlich nicht und man kann das Spiel überall mit hinnehmen. Wenn man alles in den Sack packt, dann sollte man den Sack außerhalb des Kartons aufbewahren, denn es besteht die Gefahr, dass sich die Karten sonst verbiegen.

Die Würfel im Sack
Die Spielwürfel
Leider sind bei den blauen Würfel schwarze Augen aufgedruckt, daher fällt es bei schlechteren Lichtverhältnissen schwer die blauen Würfelergebnisse zu erkennen.

Die Spielkarten
Es gibt zwei Arten von Karten in dem Spiel. Die Ablagekarten dienen dazu, dort die Würfel zu platzieren. Die Würfel werden immer auf der niedrigsten Zahl gelegt. Ist die Karte voll, kommt es zur Wertung der dazugehörigen Aufgabenkarte.

Die Ablagekarten und Startspielerkarte
Dem Spiel liegen insgesamt 27 Aufgabenkarten bei. Diese geben an, nach welche Kriterien die Würfel gewertet werden. Allerdings sind diese vorgaben nicht bindend. Man kann auch Würfel auf die dazugehörigen Ablagekarten legen, obwohl der Würfel gar nicht der Vorgabe entspricht. Dadurch kann man die Karten unter Umständen schneller füllen und sie zur Wertung führen.

Die Aufgabenkarten
weitere Aufgabenkarten

Spielablauf

Jeder Spieler erhält 10 Würfel seiner Farbe. Ein Spieler wird als Startspieler bestimmt und dieser erhält die "Startsack"-Karte.

Der Spielaufbau
Danach werden die fünf Ablagekarten in sortierter Reihenfolge (von 1-5) in die Tischmitte gelegt. Neben jede Ablagekarte wird eine Aufgabenkarte gelegt. Und schon kann das Spiel starten.

Die Aufgaben- und Ablagekarten
Während eines Spielzugs wirft der aktive Spieler zwei seiner Würfel und darf diese dann einsetzen. Entweder setzt der Spieler beide Würfel auf den Aufgabenkarten ein oder er ersetzt einen Würfel eines anderen Spielers und entfernt seinen zweiten Würfel aus seinem Vorrat.

In diesem Beispiel hat der Spieler eine 2 und eine sechs gewürfelt. Nun kann der Spieler die Würfel auf jede Aufgabenkarten platzieren. Idealerweise aber auf Karten, die dem Würfelwurf entsprechen.

Würfelwurf des weißen Spielers
 Er hat sich für die Karten "Die meisten Nicht-1er" und "Die meisten 4er, 5er und 6er" entschieden.

Die ersten platzierten Würfel
 Nach und nach füllen sich die Ablagekarten. Sobald eine Karte voll ist, kommt es zur Wertung dieser Karte.
mehr platzierte Würfel
Hier ist nun eine Karte voll und es kommt zur Wertung. Der Spieler, der die Anforderung am besten erfüllen konnte, gewinnt diese Karte. In diesem Falle wäre es der blaue Spieler. Dieser hat man Ende noch eine 3 auf die Karte gelegt, damit die Wertung ausgelöst wird.

Eine Karte wird gewiertet

Würfelt ein Spieler einen Pasch, wird die entsprechende Karte sofort gewertet, sofern auf den entsprechenden Karten Würfel liegen.
In diesem Falle würde die 3er-Karte sofort gewertet und der weiße Spieler würde die Karte gewinnen.
Wurde eine Karte gewertet, werden alle Würfel entfernt und eine neue Aufgabenkarten wird aufgedeckt und angelegt.
3er-Pasch
Die 3er-Karte wird sofort gewertet
Der weiße Spieler gewinnt die Karte
Das Spiel endet, sobald ein Spieler vier Karten aus der Mitte ergattern konnte. Danach wird gewertet und die Säcke auf den Karten gezählt. Der Spieler mit den meisten Säcken ist der Gewinner. 

Die Sackkarten bei Spielende

Meine Meinung

"Blöder Sack" will auffallen und das gelingt dem Spiel sehr gut. Es hat einen provozierenden Titel und eine unkonventionelle Aufmachung, die sich nicht nahtlos in jedes Spieleregal einfügt. Und da liegt für mich schon ein kleiner Kritikpunkt, denn ich habe alle Spielmaterialien in den Sack gesteckt, der dann im Karton gelagert wurde. Nach ein paar Tagen habe ich das Spiel wiederhervorgeholt und musste feststellen, dass die Spielkarten ziemlich verbogen waren. Unschön. Könnte natülich auch an meiner Unachtsamkeit liegen. Demnächst werde ich besser drauf achten.
Leider muss sich das Spiel den Vergleich mit "Las Vegas" gefallen lassen und hier zieht der "Blöde Sack" den kürzeren. "Las Vegas" ist spannender und es kommt mehr zu Konflikten, es werden mehr Würfel über den Tisch geworfen und es ist irgendwie ein größeres Zockspiel. Bei "Blöder Sack" werden immer nur zwei Würfel gleichzeitig geworfen und die anderen liegen im Vorrat oder ungenutzt auf dem Tisch. Irgendwie kam in meinen Spielgruppen da wenig Spannung auf.
"Blöder Sack" ist ein solides Spiel, was Würfelfans sich sicherlich unbedingt mal anschauen sollten, aber ich würde weiterhin zu "Las Vegas" greifen. Vielleicht ist es aber durch seine Transportabilität ein kleiner Geheimtipp für das Reisegepäck (wenn man das Spiel von dem unhandlichen Karton befreit).

Vielen Dank an KOSMOS für das Rezensionsexemplar.

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