23. Januar 2014

Bretterwisser 007 - New Boardgame Journalism

Nach einer Woche sind wir schon wieder da. Diesmal sogar mit einem Gast. Guido Heinecke stößt diese Folge zu uns und wir quatschen über die "New Boardgame Journalism" Diskussion.

Was das ist und was wir dazu sagen, das erfahrt Ihr bei uns im Podcast.



Die Bretterwisser - Folge 7 (New Boardgame Journalism)



Wer nochmal in die alten Folgen reinhören will, der findet diese hier.

18. Januar 2014

Word on the Street - Warum geht das S über die Straße?

Manchmal braucht auch der härteste Vielspieler etwas anderes. Etwas wo man nicht verbittert die nächste drei Züge genau durchplanen muss. Sondern einfach mal etwas, was man auf den Tisch bringen kann und einfach schnell losspielen kann. Mir geht es auf jedenfalls so. Und AMIGO hat mit "Word on the Street" genau so ein Spiel auf den deutschen Markt geworfen. Die englische Ausgabe ist mittlerweile seit fünf Jahren auf den dortigen Märkten zu finden.


Worum geht es?

"Word on the Street" ist ein schnelles Wortspiel für zwei Teams. Entweder spielt man es zu zweit, aber ich ich empfehle größere Runden, die man einfach in zwei Teams aufteilt. Es ist halt doch eher ein Partyspiel.
Jede Runde bekommt ein Team einen Oberbegriff und es gilt in sehr kurzer Zeit eine passende Antwort zu finden und dann noch die entsprechenden Konsonanten auf dem Spielplan zu verschieben.
Das Team, dass zuerst acht der 17 Steine auf seine Seite gezogen hat, ist der Gewinner.

Die Spielschachtel
Die Rückseite
Die Spielinformationen

Spielmaterial
  • 216 Aufgabenkarten mit 432 Aufgaben
  • 17 Buchstabensteine
  • 2 Sanduhren
  • 1 Kartenhalter
  • 1 Spielanleitung in deutscher Sprache
Der Spielinhalt
Die Anleitung
Die Sanduhren
Jedes Team erhält eine Sanduhr. Die Laufzeit der beiden Uhren beträgt ca. 30 Sekunden. In dieser Zeit muss man einen geeigneten Begriff finden UND die Steine auf dem Spielplan verschieben.

Der Spielplan
Die Spielsteine
Die Spielkarten in dem passenden Halter

Die Karten werden im passenden Halter aufbewahrt. Insgesamt sind 216 Aufgabenkarten dabei, die doppelseitig bedruckt sind. Die eine Seite soll schwerer sein, als die andere, aber wir haben irgendwie keinen Unterschied gefunden. Macht Euch einfach selbst ein Bild, ich habe einfach mal einige Beispielkarten unten aufgeführt.

Aufgabenkarten 1
Aufgabenkarten 2

Spielablauf

Zu Spielbeginn müssen alle teilnehmenden Spieler in zwei Teams aufgeteilt werden. Und dann werden die Spielsteine auf den Spielplan gelegt. Das war es dann auch schon und das Spiel kann starten.

Der Spielaufbau
Danach sind die Teams immer nacheinander am Zug. Und eine Runde läuft wie folgt ab:
  • Aufgabenkarte ziehen: Zu Beginn des Zuges zieht das aktive Team eine Aufgabenkarte und liest diese laut vor. Zeitgleich startet das andere Team die Sanduhr.
  • Brainstormen: Das aktive Team versucht jetzt ein Lösungswort zu finden, das idealerweise zur Aufgabenkarte passt und möglichst viele Punkt bringt. Das andere Team kann natürlich beim Brainstormen "behilflich" sein.
  • Buchstabensteine verschieben: Nach dem Brainstormen folgt das verschieben der Steine. Dazu nennt das aktive Team das gewählte Wort laut und EIN Spieler verschiebt dann die entsprechenden Steine ein Feld pro Konsonant in Richtung seines Teams. Dieses muss alles passieren, solange die Sanduhr noch läuft. 
Fällt ein Stein von der Straße / dem Spielplan, dann hat sich das entsprechende Team gesichert und der Stein wird dann nicht mehr bewegt. 
Das Team, das es als Erstes schafft sich acht der Buchstabensteine zu sichern, gewinnt.

Zum Besseren Verständnis habe ich einfach mal zwei Züge mit meiner Kamera begleitet.

Die Aufgabe
Das Team entscheidet sich für den Begriff "Bratwurst" und verschiebt die entsprechenden Steine.

Nach dem Zug
Nach dem Zug sieht das Spielfeld wie oben aus. Jetzt folgt das andere Team.

Die 2. Aufgabe
 Jetzt hat das zweite Team die Aufgabe erhalten. Es entscheidet sich für den Begriff "riesig".

Nach der 2. Runde
Jetzt schaut der Spielplan wieder anders aus und es ergibt sich wieder eine neue Spielsituation. 

Der Spielplan im späteren Spielverlauf
Nach und nach wandern die Steine über den Spielplan und dann fallen sie vom Spielplan. Wenn ein Stein neben dem Plan liegt, hat sich das Team den entsprechenden Stein gesichert und dieser wird jetzt nicht mehr verschoben. Allerdings kann man immernoch Wörter mit dem Buchstaben bilden.
Wer zuerst acht Steine auf seiner Seite hat, gewinnt das Spiel.


Meine Meinung

Eigentlich bin ich ja kein sonderlich großer Fan von Wortspielen. Mit "Scrabble" kann man mich jagen, bei "Words for Friends [eine iOS-App]" versage ich immer auf ganzer Linie. Aber dennoch hat es "Word on the Street" geschafft mich zu begeistern. Vielleicht liegt es auch daran, dass man sich auch mal in der Gruppe etwas verstecken kann, aber wenn man etwas beizutragen hat, dann muss man sein gewähltes Wort auch durchsetzen. In meinen Spielgruppen ist das Spiel richtig gut eingeschlagen. Allerdings sollte man das Spiel nur in größeren Gruppen einsetzen, denn da macht die Wortfindung besonders spaßig.

Während einer Partie gibt es auch eine Entwicklung in der Wortfindungsphase. Anfangs versucht man möglichst lange Worte zu finden. Im späteren Spielverlauf sucht man gezielt Worte, damit man "gefährdete" Steine wieder auf seine Seite holen kann. Wichtig ist dabei auch die Wortfindung mit selteneren Buchstaben, denn dann fällt es dem gegnerischen Team schwer, diese wieder herüberzuholen.

Ihr sehr also, dass es zwar ein schnelles, einfaches Spiel ist, aber dennoch etwas Taktik drin steckt. Man sollte vor allem nicht die Zeit außer acht lassen. Was nützt einem ein sehr langes Wort, für das man ewig nachdenken musste, es dann aber nicht schafft alle Steine im Zeitlimit zu bewegen. 
Ich denke, dass "Word on the Street" das Zeug zu einem Klassiker hat und jeder Spieler es sich wenigstens mal kurz anschauen sollte, egal wie "Hardcore" man sich selbst einschätzt.

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16. Januar 2014

Bretterwisser 006 - Wir blicken zurück auf 2013!

Ein neues Jahr beginnt und wir schauen nochmal auf das Spielejahr 2013 zurück. Irgendwie ist dieser Cast etwas länger geworden, aber es ist ja auch viel passiert.
Ausserdem geben wir unsere Eindrücke zu den Spielen "Bang! - The Dice Game", "Euphoria" und "Ghooost!" zum Besten.

Viel Spaß und auf ein verspieltes Jahr 2014!

Die Bretterwisser - Folge 6 (Jahresrückblick 2013)



Wer nochmal in die alten Folgen reinhören will, der findet diese hier.

13. Januar 2014

Bang! - The Dice Game - Blaue Bohnen, Bier und GeBaller


Vor einiger Zeit hatte ich mit "Samurai Sword" eine Weiterentwicklung des Bang-Spielprinzips vorgestellt. Heute geht es mit "Bang! - The Dice Game" wieder zurück in das ursprüngliche Westernthema. Aber es werden heute keine Karten ausgespielt, sondern das gesamte Spiel wird durch Würfel gesteuert. Das bedeutet wieder eine Veränderung des altbekannten Spiels. Diesmal war allerdings nicht der Bang-Stammautor Emilliano Sciarra an der Entwicklung beteiligt, sondern die beiden deutschen Autoren Michael Palm und Lukas Zach.


Worum geht es?

"Bang! - The Dice Game" spielt im Wilden Westen und es tobt ein erbitterter Kampf zwischen dem Sheriff, seinen Hilfsheriff und den Banditen. Aber es gibt noch die Gesetzlosen, die erstmal die Banditen und danach den Sheriff besiegen wollen. Zu guter Letzt drohen die Indianer stets mit einem Angriff, der alle Spieler betrifft und großen Schaden verursachen kann.
"Bang! - The Dice Game" ist keine Erweiterung zu "Bang", sondern ein eigenständiges Spiel. Hier wird das Spiel nicht mit Karten gespielt, sondern es wird viel gewürfelt und Ihr müsst während des Spiels erstmal euren Partner finden. Denn alle Rollen bleiben verdeckt, lediglich die Identität das Sheriffs ist immer bekannt. Und dann gilt es den Sheriff auszuschalten oder zu beschützen oder einfach alle anderen umzubringen.

6. Januar 2014

Händler der Karibik - Kaperfahrt durch den Kartenstapel

Mein heutiges Spiel ist ein kleiner Sonderfall. Es wurde zwar auf der Spielemesse in Essen verkauft, aber im Moment ist es nicht mehr im Handel zu bekommen. Ich persönlich habe es auf der Messe auch verpasst, aber ich konnte auf dem Boardgamegeek Marktplatz noch eins ergattern. Zwar etwas teurer, als auf der Messe, aber das war es mir wert. In Essen wurde das Spiel für 5€ verkauft und der Verkaufserlös wurde sogar einem wohltätigen Zwecke zugeführt. Vorbildlich! Laut neuesten Informationen soll das Spiel aber bald den Weg in den Handel finden.
Mit "Händler der Karibik" von Alexander Pfister tummelt sich sogar ein richtiger Preisträger hier auf meinen Seiten, denn das Spiel hat den Spieleautorenwettbewerb 2013 der Wiener Spiele Akademie gewonnen. Zusätzlich habe ich gerade eine eMail bekommen, dass der Spiele-Podcast das Spiel mit dem "Goldenen Spielepod" ausgezeichnet hat. 
Ich finde, dass das Spiel die Preise verdient hat, aber ich will noch nichts von meinem Fazit vorwegnehmen.

Update von Alexander Pfister am 06.01.2014
 Es wird in 1-2 Monaten wieder im Handel sein.


Worum geht es?

"Händler der Karibik" ist ein kleines Kartenspiel, bei dem es darum geht Piraten zu bekämpfen, Handel zu treiben, Siedler anzuheuern und Aufträge zu erfüllen. Während Eurer Handels- und Kaperfahrten könnt Ihr immer entscheiden wie weit Ihr reist und welchen Gefahren Ihr Euch aussetzt. Aber wenn Euch die Piraten überfallen ist Eure gesamte Reise zu Ende und Ihr erhaltet nichts.
Nach und nach vergrößert Ihr Euren Einfluss, aber nur wenn Ihr einen Expeditionsaufruf des Königs folgen konntet, könnt Ihr das Spiel gewinnen.
Der Spieler, der als erstes eine Expeditionskarte erfüllen konnte und 10 Siegpunkte hat gewinnt das Spiel.