24. März 2015

The Game - Kooperatives Kartensortieren

"Das Spiel ist euer Gegner...." so steht es auf der Rückseite und so düster kommt es daher. "The Game" ist das neue Spiel von Steffen Benndorf, dem Macher von "Qwixx". "Qwixx", das kleine Würfelspiel, kam eher freundlich und farbenfroh daher, das ist bei "The Game" gänzlich anders. "The Game" ist ein kooperatives Kartenspiel, bei dem ihr gemeinsam das Spiel besiegen müsst. Aber ist die düstere Aufmachung eher abschreckend oder auffordernd?

Worum geht es bei "The Game"?


"The Game" ist ein kleines, kooperatives Kartenspiel. Ihr spielt gegen das Spiel und versucht die Spielkarten aufsteigend und absteigend abzulegen. Klingt erstmal ganz einfach, kann im späteren Spielverlauf durchaus kniffelig sein, da man immer mindestens 2 Karten ablegen muss und das kann zu schwierigen Entscheidungen führen. Schafft ihr es alle Spielkarten aus die vier Stapel zu verteilen, dann habt ihr das "The Game" besiegt.


Die Spielschachtel
Die Rückseite
Die Spielinformationen

Was steckt in "The Game"?

  • 102 Spielkarten
  • 1 Spielanleitung in deutscher Sprache
Der Spielinhalt
Die Spielanleitung
Die Spielkarten
Die Anzeigekarten für die Ablagereihen
Die Zahlenkarten

Wie spielt sich "The Game"?

In die Tischmitte werden die Anzeigekarten für die vier Ablagestapel und der Nachziehstapel  gelegt. Jeder Spieler erhält, je nach Spieleranzahl, eine bestimmte Menge an Handkarten.

Der Spielaufbau
Die Handkarten
Während eines Spielzuges muss der aktive Spieler mindestens zwei seiner Handkarten ablegen. Dies kann auf den gleichen Ablagestapel sein oder zwei verschiedene. Im Beispiel beginnt das Spiel mit den Karten 4 und 99. Die oberen beiden Ablagestapel müssen von 1-99 und die unteren Stapel von 100 zu 2 sortiert werden.
Beim Ablegen dürfen die Spieler auch sagen, dass Stapel wenn möglich ausgelassen werden sollen, weil sie gerade gute Karten dafür auf der Hand haben. Allerdings darf NIEMALS über konkrete Zahlen geredet werden.
Nach dem Ablegen füllt man seine Handkarten wieder auf.

Der Spieler startet mit 4 und 99
Der nächste Spieler konnte sogar drei Karten auf die Stapel verteilen.

Drei Handkarten wurden abgelegt
Man kann die Ablagestapel auch ein wenig zurücksetzen, wenn es gelingt eine Karte drauflegen kann, die genau 10 Punkte in die andere Richtung geht.
Im Beispiel wird auf die 54 eine 64 gelegt. Damit verschafft man sich im Spiel etwas mehr Zeit.

Auf die 54 wird eine...
... 64 gelegt.
Das Spiel wird solange weiter gespielt, bis alle Karten abgelegt wurden. Sobald der Nachziehstapel leer ist, muss man allerdings nur noch eine seiner Handkarten ablegen.
Gelingt es alle Karten auf die vier Stapel zu verteilen, hat man das Spiel gewonnen. Klingt einfach, ist es leider nicht immer.

Alle Karten wurden abgelegt

Was denke ich über "The Game"?

Es kommt nicht oft vor, dass mich ein Spiel im Nachhinein noch lange drüber grübeln lässt. Aber "The Game" hat es geschafft. Als das Spiel das erste mal bei uns auf den Tisch kam, musste ich mich fragen, warum dieses Spielprinzip nicht schon vorher erfunden wurde.
Vom Spielablauf ist das Spiel sehr einfach, aber dennoch lässt es einen manchmal schwierige Entscheidungen treffen. Die Mitspieler dürfen miteinander kommunizieren und sagen, dass sie gute Karten für bestimmte Stapel haben. Oft kommt es sogar vor, dass alle Spieler am Tisch ihren Anspruch auf einen bestimmten Stapel anmelden, allerdings muss der aktive Spieler mindestens zwei Handkarten abwerfen, das sorgt für Spannung und Anspannung. Manchmal legt man einen Karte ab und zwei Leute in der Runde stöhnen laut auf, weil sie nun ein Problem mit dem Ablegen der Karten haben.
Man könnte, aber diskutieren, dass Spiel spiel einen spielt, da man meist nicht so viele Möglichkeiten hat, aber dennoch trifft der Spieler selbst die Entscheidung, welche Karten er auf den Ablagestapel legt und wie groß er die Lücken in den einzelnen Stapeln werden lässt. Oder ob er mehr als zwei Karten ablegt.
Wunderbar ist mal wieder, dass man während des gesamten Spieles am Geschehen beteiligt ist. Man schaut stets, was die anderen Spieler gerade machen und hilft ihnen mit Hinweisen, welche Karten man selbst auf der Hand hat. Dabei ist der Kniff mit den Nichtnennen der Kartenwerte ziemlich genial. Würde man einfach Zahlen in die Runde werfen, dann würden sich die Spieler einfach die besten Möglichkeiten durchrechnen. So ist das nicht möglich.
Kurz möchte ich noch ein paar Worte zum Thema verlieren. Das Spiel kommt recht düster daher und es wird gemunkelt, dass dieses düstere Thema Spieler abschrecken könnte. In einer meiner Spielrunden habe ich die beiden Neulinge am Tisch mal gefragt, ob sie denn nun das Thema stören würde. Sie schauten mich an und meinten: "Welches Thema?" Und genau das ist der Punkt. Das düstere Thema geht im Spiel einfach unter, der Totenkopf wird nicht wahrgenommen, sondern nur die Zahlenwerte und die sind wichtig. Die Spielqualität überstrahlt einfach die Aufmachung!
Steffen Benndorf hat mit "Qwixx" schon ein großartiges Spiel erschaffen, welches es sogar auf die Nominierungsliste für das Spiel des Jahres geschafft hat. Und ich würde mich nicht wundern, wenn "The Game" nicht auch von der Jury in irgendeiner Form gewürdigt wird. Diese Spiel besticht durch seine einfachen Spielabläufe, aber schwierigen Entscheidungen. Aber so ist "The Game". Einfach aber mitunter gemein.

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1 Kommentar:

  1. Toller Vorstellung. Ich bin ja immer wieder auf der Suche nach einem guten aber leicht zu erklärendem Kartenspiel. Das Spiel werde ich mir auf jeden Fall merken!

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