10. April 2015

Träxx - Nokia-Snake lässt grüßen

Zufälle entstehen manchmal und so kommt es vor, dass jetzt zwei Beiträge vom Nürnberger Spielkarten Verlag direkt übereinander hier im Blog stehen. Tja, so ist das halt. Steffen Benndorf (ihr wisst schon, der "Qwixx" und "The Game"-Autor) hat schon wieder zugeschlagen, diesmal aber mit Hilfe von Reinhard Staupe. Es handelt sich um das Spiel "Träxx" und Karten spielen bei diesem Spiel eine eher untergeordnete Rolle. Gelingt es dem Nürnberger Spielkarten Verlag zwei gelungene Spiele ins Frühjahr zu schubsen?

Worum geht es?

Jeder Spieler erhält ein eigenes Tableau, auf dem es gilt eine durchgehende Linie zu zeichnen. Das Tableau besteht aus Sechsecken in verschiedenen Farben. Jede Runde wird eine Karte aufgedeckt, die vier oder fünf farbige Sechsecke anzeigt. Nun dürfen alle Spieler ihre eigenen Linien auf dem Tableau malen. Die farbigen Sechsecke auf den Karten geben an, wo die Linie verlängert werden kann. Zusätzlich sollte man möglichst schnell die Zahlenfelder erreichen, denn die geben im Spielverlauf Punkte. 
Der Spieler, der am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Die Spielschachtel
Die Rückseite
Die Spielinformationen

Was steckt in "Träxx"?

  • 15 Spielkarten
  • 4 Spielertableaus (abwischbar)
  • 4 Stifte
  • 1 Spielanleitung in deutscher Sprache

Der Spielinhalt
Die Spielanleitung
Die Spielertableaus
Die Spielkarten und Stifte

Wie spielt sich "Träxx"?

Jeder Spieler erhält zu Spielbeginn einen der Spielpläne. Diese Spielpläne sind alle identisch, lediglich der Startpunkt für die Linie ist unterschiedlich.

Die vier Spielpläne
Der Kartenstapel wird in die Tischmitte gelegt und natürlich darf der Stift nicht fehlen. Und schon kann das Spiel starten!

Das Ausgangssituation
In jeder Runde deckt ein Spieler eine Karte vom Kartenstapel auf. Diese Karte gilt dann für alle Spieler. Die aufgedeckte Karte zeigt vier oder fünf farbige Sechsecke.

Eine Karte wird umgedreht
Jetzt dürft ihr von eurem Startpunkt diese angezeigten Sechsecke in beliebiger Reihenfolge ansteuern. Dabei hilft es, wenn man die gewählten Sechsecke mit einem Punkt markiert und dann die Linie zeichnet.

Die Punkte geben die Linie vor.
Gelingt es einem Spieler ein Zahlenfeld zu erreichen, erhält er den Punktwert, falls er der erste ist. Ist man nicht erster, dann bekommt man nur die halbe Punktzahl.

Die 4 wurde erreicht
Dem Spieler werden 4 Punkte gutgeschrieben
In der nächsten Runde darf man sich entscheiden, welche Seite seiner Linie man fortführt. Allerdings muss man dann alle Felder ansteuern und darf nicht hin und her wechseln innerhalb der Runde.

Die zweite Karte wird umgedreht
Nur die halbe Punktzahl für das 2er Feld
So füllt sich dann nach und nach der Spielplan. Dabei sollte man darauf achten, dass man sich nicht in Sackgassen malt und möglichst viele Felder ausfüllt.

Der Spielplan im weiteren Spielverlauf
Nicht erreichbare Felder markiert man mit einem X. Jedes nicht-erreichte Feld gibt am Ende einen Minuspunkt.
Nicht erreichbare Felder bringen Minuspunkte
Nachdem alle 15 Spielkarte umgedreht wurden, werden alle nicht erreichten Felder mit einem X markiert. Jetzt werden die Punkte für die Zahlenfelder aufsummiert. Jedes X zählt einen Minuspunkt. Wer am Ende die meisten Punkte hat ist der Gewinner.

Der Spielplan bei Spielende

Was denke ich über "Träxx"?

Schon auf der Spielschachtel von "Träxx" wird auf das Spiel "Qwixx" hingewiesen. Und dieser Hinweis kommt nicht von ungefähr. Die Spiele sind eigentlich sehr verschieden, dennoch kommt beim Spielen ein ganz ähnliches Spielgefühl rüber.
Es wird für alle Spieler etwas entschieden und dann kümmern sich alle gleichzeitig um ihren Spielplan. Dennoch ist "Träxx" auch ein interaktiver, denn oft schielt man beim Mitspieler auf den Plan, wo er denn gerade hinmalen möchte und ob es für einen selbst Sinn macht ein bestimmtes Zahlenfeld anzusteuern, um womöglich die volle Punktzahl zu erhalten.
Man sollte beim Zeichnen darauf achten, dass man stets genügend Möglichkeiten hat seine Linie zu ergänzen. Ich habe es einmal geschafft mich in so eine Sackgasse zu manövrieren, dass ich zwei Runden aussetzen musste, weil die benötigte Farbe einfach nicht aufgedeckt wurde. Dadurch hatte ich am Ende das Spiels zu viele offene Felder und massig Minuspunkte kassiert.
Beim Zeichnen der Linie sollte man etwas vorsichtig vorgehen, denn ich habe mit meiner Hand des öfteren den Punktestand auf der rechten Seite weggewischt, da sich die Zählleiste auf der rechten Seite befindet. Aber eigentlich funktionieren die Stifte hervorragend und das Abwischen nach Spielende funktioniert problemlos.
Das Spiel ist wirklich sehr schnell zu erklären und auch sofort zu verstehen. Dennoch kann "Träxx" knifflig werden, denn es ist eigentlich ein Puzzle, was gelöst werden will. Auf den ersten Blick wirkt es wir ein großes, abstraktes, kompliziertes Spie. Das ist es nicht und ihr solltet euch vom Erscheinen nicht abschrecken lassen, denn hier liegt ein kleines, feines Denkspiel vor, was seine Nähe zu "Qwixx" nicht leugnen sollte.
Wer "Qwixx" super fand, der sollte unbedingt einen Blick auf "Träxx" werfen, ihr werdet nicht enttäuscht werden. Steffen Benndorf hat es geschafft ein komplett neues Spiel zu entwickelt, was aber ein sehr ähnliches Spielgefühl transportiert.

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